Mein starkes Ich

Wenn wir über unser Ich reflektieren, umkreisen wir dabei meist Begriffe, die mit der Silbe „Selbst„- beginnen. Die erste Frage, die wir uns stellen sollten, ist die Frage nach der „Selbst“-Wertschätzung. Wer, wenn nicht wir selbst, sollte uns wertschätzen für das, was wir leisten und sind? Bei der Suche nach Antworten auf die Frage „Warum bin ich wertvoll“, sollte daher nicht nur ein Trostpunkt auf dem Bildschirm oder Blatt erscheinen, sondern eine lange Liste. Wer sich das zufriedenstellend beantwortet hat und darüber schon ein Stück innerlich „gewachsen“ ist, kann sich seinem „Selbst“-Bewusstsein zuwenden: Bin ich mir meiner Stärken und Fähigkeiten bewusst? Ist mir klar, was ich schon alles erreicht habe und wie mir das gelungen ist? Bin ich auf mich stolz und erkenne ich meine Leistungen an? Die nächste Stufe zum starken Ich fordert uns auf, offene Überlegungen zur „Selbst“-Wirksamkeit anzustellen, die uns unseren Zielen und Entwicklungsfeldern näherbringen. Wovon will ich mich noch frei machen? Mit welchen Verhaltens- und Denkmustern behindere ich mich selbst? Wo hänge ich noch an Glaubenssätzen oder überholten Verhaltensweisen fest? Wer hierzu für sich Klarheit geschaffen hat, darf gleich in Richtung „Selbst“-Entfaltung starten. Welche Persönlichkeit will ich sein? Welche Werte vertrete ich? Welche Talente möchte ich weiter ausbauen? Welche Träume will ich verfolgen? Und bei all den vielen Fragen rund um uns selbst und den vielen Aufgaben, die sich aus unseren wertvollen „Selbst“-Erkenntnissen ergeben, dürfen wir die „Selbst“-Empathie nicht vergessen. Denn nur, wenn wir auf dem Weg zu unserem „starken Ich“ geduldig und nachsichtig mit uns selbst sind, werden wir diesen mit Freude beschreiten und uns auch von Rückschlägen oder Pausen nicht aus dem Konzept bringen lassen.

Übernehmen Sie „Selbst“-Verantwortung für Ihr „Selbst“-Management, ggf. mit der Unterstützung eines Coaches, der Sie in dem Prozess zum starken Ich begleitet.

Working out loud

„Kleine Großzügigkeiten ermöglichen sowohl den Einstieg in eine persönliche Beziehung als auch die Vertiefung von Vertrauen zu existierenden Kontakten.“ Im Manager-Magazin stellt John Stepper 10 Möglichkeiten sozialer Großzügigkeit vor. „Working out loud“ ist der Gedanke, beim Aufbau eines sozialen Netzwerks unserem Gegenüber etwas anzubieten, ohne primär und direkt den eigenen Vorteil im Blick zu haben.

Schöne Idee, die ich gerne teile …

  1. Aufmerksamkeit – den anderen wahrnehmen
  2. Dankbarkeit – „Danke“ ist ein kleines Wort mit großer Wirkung
  3. Interessante Informationen teilen
  4. Fragen stellen – und für gute Antworten loben
  5. Antworten geben – Sachkunde und Großzügigkeit beweisen
  6. Vorstellen – Kontakte knüpfen die anderen helfen
  7. Feedback – Beiträge konstruktiv kommentieren
  8. Arbeit teilen – Angebote machen, inspirieren und Synergien nutzen
  9. Erfahrungen tauschen – Was kann anderen nützlich sein?
  10. Ideen teilen – konstruktiv beitragen und andere dazu auffordern

Quelle: Managerseminare.de

Umparken im Kopf

Ist wirklich alles schlecht, was wir nicht mögen, ablehnen oder als bedrohlich empfinden? Wer sich dieser Frage intensiv widmet, wird bei näherer Betrachtung feststellen, dass diejenigen, die die Dinge anders sehen, nicht wirklich von allen guten Geistern verlassen sind, sondern nur von Kindesbeinen an mit anderen Werten, Erlebnissen und Sichtweisen konfrontiert wurden. Es sind immer unsere Prägungen, die uns eine bestimmte Schublade unserer Bewertungsbox öffnen und Situationen oder Personen darin verstauen lassen. Die Bezeichnungen „gut“ oder „schlecht“ bilden eine Oberkategorie, unter der wir viele andere Wertungen subsumieren. Wozu das führt, zeigen die öffentlichen kontroversen Debatten zu diversen Themen. Sie sind Lebenselixier für unsere Medien. Politiker, Experten, Zukunftsforscher, Wirtschaftsweise, Vertreter der Parteien oder Institutionen, Untersuchungsausschüsse, Hilfsorganisationen, Zugehörige unterschiedlichster Gruppierungen haben eines gemeinsam: Sie sind von einer Sache überzeugt und haben gute und schlagkräftige Argumente, um ihre Meinung nachhaltig zu vertreten und damit Andersdenkende in die Ecke zu stellen. Statt das Verbindende zu suchen, wird das Trennende hervorgehoben. Das begegnet uns überall – im Arbeitsleben, im Freundeskreis, in der Familie, im Verein, in den sozialen Medien. Stets wird die eigene Sichtweise mit Zähnen und Klauen verteidigt, denn nichts ist menschlicher als bewertende Etiketten auf alles zu kleben, was uns im Leben begegnet.

Doch manchmal fordert uns das Leben heraus, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen. In diesen Situationen hadern wir mit der Welt, unserem Gegenüber und uns selbst. Alles in uns weigert sich eine andere Position einzunehmen. Der Schlüssel liegt in uns. Krisen, Konflikte oder Belastungssituationen lösen sich nicht von selbst in Luft auf. Wir müssen aktiv werden. Der erste Schritt dazu ist ein Umparken im Kopf. Statt unsere üblichen Denkmuster zu bemühen, müssen wir neue Zusammenhänge herstellen und uns anderen Sichtweisen öffnen. Nicht einfach – zugegeben. Aber machbar. Oftmals ist es hilfreich, sich dabei Impulse und Unterstützung zu holen. Dass Coaching im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung positive Wirkung generiert, wird von Effektivitätsstudien belegt.

    Krisen souverän meistern

    Der Begriff Resilienz steht für unsere Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen. Auch wenn der Grundstein dafür, wie kreativ und selbstbestimmt wir die Herausforderungen unseres Lebens meistern, bereits in der Kindheit gelegt wird, kann man seine psychische Widerstandskraft lebenslang trainieren und entwickeln. Voraussetzung ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, den persönlichen Gedankenmodellen und individuellen Bewältigungsstrategien. Das Ausmaß an Resilienz ist abhängig von unserem Selbstwert, unserem Optimismus und unserer Gestaltungsfreude, mit der wir belastenden Einflüssen begegnen. Es gibt kein Patentrezept zur Steigerung der Resilienz, jedoch eine große Auswahl an Wegen und Möglichkeiten, die als 7 Säulen der Resilienz definiert werden.

    1. Säule: Akzeptanz

    Das heißt, schwierigen Situationen aktiv – statt mit der Vogel-Strauß-Taktik – zu begegnen und sich seinen Ängsten zu stellen, um gestärkt aus einer Krise hervorzugehen.
    Unterstützungsfrage: Was kann im schlimmsten Fall passieren und wie wahrscheinlich tritt dieser ein?

    2. Säule: Glaube an sich selbst (Selbstwirksamkeit)

    Wer die Erfahrung gemacht hat, Krisen bewältigen zu können, der ist auch bereit, die Initiative zu ergreifen, um Herausforderungen selbstbewusst und aktiv anzupacken.
    Unterstützungsfrage: In welchen schwierigen Situationen habe ich meine Selbstwirksamkeit schon erfolgreich unter Beweis gestellt und die damit verbundenen Herausforderungen gemeistert?

    3. Säule: Ausrichtung auf die Zukunft

    Resiliente Menschen begreifen Veränderungen als Chance und verfügen über funktionierende Mechanismen zur Stressbewältigung. Sie betrachten Stress als das, was er ist: Eine Anpassungsreaktion unseres Körpers auf Veränderungen.
    Unterstützungsfrage: Weshalb weigere ich mich, meine Komfortzone zu verlassen und mich selbstbewusst auf neue Herausforderungen einzulassen?

    4. Säule: Optimismus

    Mit einer positiven Grundeinstellung meistert man fordernde Situationen leichter und geht gestärkt aus Krisen hervor. Wenn wir erkennen, dass unsere Emotionen durch unsere Gedanken beeinflusst werden, gelingt es leicht, das Kopfkino so zu verändern, dass es positiv auf unseren Gefühlshaushalt einwirkt. Zudem stärkt Dankbarkeit für alle guten Dinge des Lebens unsere positive Weltsicht.
    Unterstützungsfrage: Wofür kann ich in meinem Leben aufrichtig dankbar sein?

    5. Säule: Lösungsorientierung

    Wenn wir uns bemühen, unseren Fokus vom Problem abzuziehen und uns auf mögliche Lösungswege zu konzentrieren, erhalten wir freien Blick auf unterschiedliche Bewältigungsstrategien. Statt Energie aufzuwenden, um Situationen oder Menschen zu verändern, nutzen wir unsere Energie für die Veränderung der eigenen Person.
    Unterstützungsfrage: Was trage ich selbst dazu bei, was mich gerade belastet/herausfordert?

    6. Säule: Intaktes soziales Netzwerk

    Ein intaktes soziales Netzwerk zu pflegen bedeutet, ein Beziehungskonto zu führen. Wir müssen uns im Klaren sein, wie wir Guthaben auf unserem Beziehungskonto anhäufen können und dass wir mit dem Einholen von Unterstützung, Rat und Hilfe Abhebungen vornehmen.
    Unterstützungsfrage: Bin ich bereit, in Krisensituationen um Unterstützung zu bitten und sie auch anzunehmen?

    7. Säule: Achtsamkeit

    Achtsamkeit hilft uns, im Hier und Jetzt zu verweilen, ohne den Moment zu bewerten. Wenn wir eine achtsame Haltung kultivieren, steigern wir unser Wohlbefinden und unsere Lösungskompetenz.
    Unterstützungsfrage: Wie häufig halte ich im Tagesverlauf inne, um zu erkennen, was meiner Aufmerksamkeit bis dahin entgangen ist?

    CSR – schon gewusst?

    Corporate Social Responsibility (CSR) ist in aller Munde. Sie wird getriggert von den Aktivitäten der EU-Kommission und deckt eine große Bandbreite unterschiedlicher Interpretationen ab. Mehr CSR-Klarheit schafft Prof. Dr. Joachim Fetzner, Vorstand des Deutschen Netzwerks für Wirtschaftsethik. Er unterscheidet 3 Formen von CSR, über die zu refklektieren ich in meinem Blog einlade:

    1. Add-on-CSR
    Darunter subsumieren sich alle Maßnahmen und Projekte – vom Kultursponsoring bis zur Katastrophenhilfe – mit denen Unternehmen ihre soziale Verantwortung zum Ausdruck bringen. Unternehmen setzen auf freiwilliges Engagement zum Wohle der Allgemeinheit, um Vertrauen bei den Bürgern zu schaffen.

    2. Daily-CSR
    Soziale Verantwortung unter Beweis zu stellen geht mit dem Anspruch einher, dass Unternehmen sich der Folgen ihres täglichen Handelns bewusst sind und dafür auch die Verantwortung übernehmen. Das bedeutet, sich mit Fragen auseinanderzusetzen, die mit unternehmerischen Entscheidungen verbunden sind, wie zum Beispiel:
    „Wissen wir lückenlos, was in unserer weltweiten Lieferkette passiert?“
    “Welche ökologischen Auswirkungen hat eine Standortentscheidung?“

    3. Development-CSR
    Hierbei geht es darum, welche innovativen Beiträge ein Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft leisten kann und will. Der Begriff „Creating Shared Value“ fällt häufig in diesem Zusammenhang und steht für Werte, die für die Gesellschaft geschaffen werden können und gleichzeitig den Unternehmenswert erhöhen.

    Die Gefahr bei CSR sieht Professor Fetzner darin, dass Unternehmen der Versuchung unterliegen, CSR zu propagieren weil es jeder macht. Der Erfolg von CSR-Maßnahmen ist nicht eindeutig messbar. Aus diesem Grund sind Aktivitäten unter diesem Siegel nur dann zielführend, wenn der damit angestrebte Vertrauenszuwachs auch gerechtfertigt ist. Damit steht die Frage der Ernsthaftigkeit im Raum. Diese kann, so Fetzner, am besten damit bewiesen werden, wenn das Unternehmen darauf verzichtet, den Nutzen seiner CSR Maßnahmen in Zahlen zu messen.

    Zurückhaltung in der Führungsetage?

    Introvertierte Menschen unterscheiden sich in der Art, wie sie Aufgaben angehen und Herausforderungen meistern. Trotzdem schaffen sie es selten in die Führungsetage. Das Rennen machen die Extrovertierten, die gekonnt kommunizieren und offen mit Ihren Vorzügen und Erfolgen werben. Gibt es auch eine Chance für „zurückhaltende Chefs“ im Management?

    Meines Erachtens ja, denn jeder Mensch kann charismatisch sein. Charisma hat mit Authentizität zu tun und das bedeutet, das Handeln, die Kommunikation und das Auftreten müssen zur Persönlichkeit passen. Charismatische Menschen haben ihren eigenen Stil und können andere für sich und ihre Ideen gewinnen.

    Passgenaue Stellenangebote suchen

    Denken Sie darüber nach, welche Fähigkeiten Sie mitbringen und in welchen Bereichen Sie bislang Erfolge verbuchen können. Statt ins Marketing oder in den Vertrieb zu streben, sollten Sie sich auf Positionen konzentrieren, bei denen der Fokus darauf liegt, Prozesse zu optimieren, zu strukturieren oder zu forschen.

    Punkten Sie mit Ihren Stärken

    Statt in Trainings zu investieren, die Sie zu einem extrovertierten Menschen werden lassen, ist es sinnvoller, Ihre Stärken zu perfektionieren. Stehen Sie zu sich selbst. Sicherheit in Ihrem Fachgebiet und Souveränität  im Umgang mit anderen Menschen punkten an der richtigen Stelle mehr als viele Worte.

    Introvertierte Führungsstile entwickeln und fördern

    Entwickeln Sie Ihren eigenen Führungsstil und seien Sie authentisch im Umgang mit Ihren Mitarbeitern. Typische Elemente introvertierter Führung sind zum Beispiel wertschätzendes Feedback, motivierende Einzelgespräche und lösungsorientierte Delegation.

     

     

    Ideenbaby? Herzlichen Glückwunsch

    Rechtzeitig zum Jahreswechsel beschäftigt mich das Thema Ideenbaby. Jeder Mensch hat Bedürfnisse, Wünsche oder ungewöhnliche Ideen. Irgendwann kommt der richtige Zeitpunkt, diesen Leben einzuhauchen. Auf den perfekten Moment zu warten bedeutet, anderen Menschen, veränderten Lebensumständen, dem Schicksal oder dem Zufall Macht über sich selbst zu geben. Somit ist der optimale Augenblick immer das JETZT. Nichts befriedigt uns mehr, als das in die Tat umzusetzen, was unseren tiefsten Wünschen, persönlichen Werten und kreativen Potenzialen entspricht und was für uns selbst größtmöglichen Nutzen stiftet. Was also hält uns davon ab, aktiv zu werden und unsere Schöpferkraft zu leben? In der Regel ist es das Argument „keine Zeit“, die Angst vor der eigenen Stärke oder unsere Bedenken hinsichtlich finanzieller Investitionen in uns selbst. Ein Ideenbaby zur Welt zu bringen bedeutet, sich mit Hindernissen, falschen Annahmen und dem Scheitern auszusöhnen. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ ist ein altes Sprichwort, das nie wahrer ist, als bei der Aktivierung unseres Schöpfungsreichtums.

    Mein persönliches Ideenbaby hat den Namen „Lebensmeisterei„. Unter diesem Slogan geht es ab 2018 um alles, was dir hilft, dein/e eigene/r Lebensmeister/in zu werden: https://www.lebensmeisterei.org/

     

     

    Die Performance überdenken

    Die Frage, ob sich das Leben als Leistungsträger auf das persönliche Wohlbefinden auswirkt, ist Gegenstand zahlreicher Studien. Nach vorherrschender Meinung sind sogenannte High-Performer aufgrund ihres Erfolges in allen Lebensbereichen glücklicher und zufriedener als weniger leistungsbereite Menschen. Fakt jedoch ist, dass die vermeintliche „Besonderheit“ früher oder später zur Bürde wird, zumindest hinsichtlich der sozialen Beziehungen privater sowie beruflicher Natur. Die Anforderungen an sich selbst und aus dem Umfeld steigen in der Regel mit zunehmender Anerkennung. Auch wenn der hohe Einsatz auf den ersten Blick Erfolg und Glück verspricht, lässt er auf lange Sicht die Kräfte schwinden. Und auf Dauer macht die Gesundheit einen solch straffen Lebensrhythmus nicht mit.

    Das führt zu dem Schluss, dass Wohlbefinden nicht nur von Leistung und Aktivität, sondern auch von Regeneration und Ruhephasen abhängt. Wer im Job Verantwortung trägt, weiß, wie schwierig es ist, nach einem vollen Arbeitstag mit all seinen Erfolgen und Herausforderungen wieder zur Ruhe zu kommen. Oft können Genussmittel, Ablenkung oder die Leistung in anderen Lebensbereichen nicht intensiv genug sein. Und so begleitet uns unser Gedankenkarrusell auch außerhalb der Bürowände. Wir wissen nicht, wie wir uns erfolgreich davon lösen können. Die Folge ist Dauerstress mit all seinen negativen Konsequenzen.

    Gerade High-Performer müssen lernen und üben, Balance, Stille und Loslassen ins Leben (zurück) zu holen. Möglichkeiten dafür gibt es zahlreiche. Stressmanagement Seminare sind ein guter Einstieg. Auf der Grundlage von Wissen und Erkenntnissen aus den Seminaren gelingt der Weg zu erfolgreicher Entspannung und einem ausgeglichenen und erfüllten Leben, über den beruflichen Erfolgt hinaus.