Habe Lösung – Suche Problem

Das Angebot an Methoden rund um das agile Arbeiten steigt und steigt und es bleibt die Qual der Wahl. Methodenvielfalt nährt – wie die Vielfalt an Arznei- oder Nahrungsergänzungsmitteln etc. – Hoffnungen. In diesem Fall die Hoffnung, dass die zur Verfügung stehenden Tools die Mitarbeiter veränderungsbereiter machen und sie die sich wandelnden Anforderungen mit links bewältigen. Inzwischen gibt es Ratgeber, die Hilfesuchende, Personalverantwortliche und Manager unterstützen, den Methoden-Dschungel unbeschadet, das heißt ohne immensen Geld- und Zeitaufwand, aber mit nennenswerten Erfolgen zu durchqueren. Doch auch in jeder Matrix, die entsprechende Tools erklärt und clustert, bleibt eine Größe variabel – der Mensch. Da es nicht DEN EINEN Mitarbeiter-Typ gibt, lässt sich auch mit der besten Methode nicht vorhersagen, ob die menschliche Ressource bereit und in der Lage ist, den erforderlichen Veränderungsschritt zu wagen. Methodik ist in einem komplexen Umfeld und einer generationenübergreifenden Belegschaft nicht die allein seligmachende Lösung. Das „Problem“ ist vielschichtig, individuell und komplex. Neben der Anpassung der Unternehmenskultur, bedürfnisorientierter Führung, einem gemeinsamen Verständnis und transparenter Kommunikation darüber, was Veränderung für Unternehmen, Kunden und Mitarbeiter bedeutet, finden jedoch auch neue und innovative Methoden ihren Platz.

Umparken im Kopf

Ist wirklich alles schlecht, was wir nicht mögen, ablehnen oder als bedrohlich empfinden? Wer sich dieser Frage intensiv widmet, wird bei näherer Betrachtung feststellen, dass diejenigen, die die Dinge anders sehen, nicht wirklich von allen guten Geistern verlassen sind, sondern nur von Kindesbeinen an mit anderen Werten, Erlebnissen und Sichtweisen konfrontiert wurden. Es sind immer unsere Prägungen, die uns eine bestimmte Schublade unserer Bewertungsbox öffnen und Situationen oder Personen darin verstauen lassen. Die Bezeichnungen „gut“ oder „schlecht“ bilden eine Oberkategorie, unter der wir viele andere Wertungen subsumieren. Wozu das führt, zeigen die öffentlichen kontroversen Debatten zu diversen Themen. Sie sind Lebenselixier für unsere Medien. Politiker, Experten, Zukunftsforscher, Wirtschaftsweise, Vertreter der Parteien oder Institutionen, Untersuchungsausschüsse, Hilfsorganisationen, Zugehörige unterschiedlichster Gruppierungen haben eines gemeinsam: Sie sind von einer Sache überzeugt und haben gute und schlagkräftige Argumente, um ihre Meinung nachhaltig zu vertreten und damit Andersdenkende in die Ecke zu stellen. Statt das Verbindende zu suchen, wird das Trennende hervorgehoben. Das begegnet uns überall – im Arbeitsleben, im Freundeskreis, in der Familie, im Verein, in den sozialen Medien. Stets wird die eigene Sichtweise mit Zähnen und Klauen verteidigt, denn nichts ist menschlicher als bewertende Etiketten auf alles zu kleben, was uns im Leben begegnet.

Doch manchmal fordert uns das Leben heraus, die eigenen Überzeugungen in Frage zu stellen. In diesen Situationen hadern wir mit der Welt, unserem Gegenüber und uns selbst. Alles in uns weigert sich eine andere Position einzunehmen. Der Schlüssel liegt in uns. Krisen, Konflikte oder Belastungssituationen lösen sich nicht von selbst in Luft auf. Wir müssen aktiv werden. Der erste Schritt dazu ist ein Umparken im Kopf. Statt unsere üblichen Denkmuster zu bemühen, müssen wir neue Zusammenhänge herstellen und uns anderen Sichtweisen öffnen. Nicht einfach – zugegeben. Aber machbar. Oftmals ist es hilfreich, sich dabei Impulse und Unterstützung zu holen. Dass Coaching im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung positive Wirkung generiert, wird von Effektivitätsstudien belegt.

    Selbstmanagement – Priorisieren und Erledigen

    Wenn du Spaß an den Tipps zum Selbstmanagement hast, findest du nachfolgend Methoden, die dir beim Ordnen von Aufgaben nach Wichtigkeit helfen, um sie danach zielgerichtet zu bearbeiten.
    Im nächsten Blogbeitrag dreht sich dann alles um deine eigene Person und darum was dir persönlich hilft, die passenden Tools aus dem Methodenkoffer auch erfolgreich einzusetzen.

    1. Möglichkeiten, die dich dabei unterstützen, deine Aufgaben zu priorisieren

    Eisenhower –Methode

    Den Ursprung hat diese Vorgehensweise bei U.S. Präsident Dwight D. Eisenhower, der damit seinen Alltag strukturierte. Bis heute hat die damit verbundene Einteilung von Aufgaben in 4 Bereiche ihre Wirksamkeit nicht verloren.

    • Wichtig/Eilig – sofort und selbst erledigen
    • Wichtig/Nicht eilig – terminieren und später selbst erledigen
    • Unwichtig/Eilig – delegieren
    • Unwichtig/Nicht eilig – Ablage „Papierkorb“, liegenlassen

    ABC-Methode

    Wer es weniger komplex mag und keine Möglichkeit hat zu delegieren, kann seine Aufgaben in nur 3 Kategorien einteilen, um sie nacheinander zu bearbeiten.

    1. Sehr wichtig
    2. Weniger wichtig
    3. Unwichtig

    2. So klappt das Erledigen von Aufgaben

    Getting Things Done (GTD) ist eine Selbstmanagement-Methode (Buch von David Allen).
    Sie ist für alle geeignet, die daran Gefallen finden, ihren Alltag über Aufgabenlisten zu erfassen und zu strukturieren. Die Methode zielt darauf ab, dass alle Aufgaben notiert werden und damit der Kopf für Wichtiges frei ist, ohne die Angst, andere Aufgaben zu vergessen.

    ALPEN-Methode

    Eine weitere Möglichkeit sich selbst bei der Erledigung von Aufgaben zu managen.

    • Aufgaben, Termine und geplante Aktivitäten notieren
    • Zeit für die Erledigung der einzelnen Punkte schätzen
    • Pufferzeiten einplanen
    • Entscheidungen treffen
    • Nachkontrolle

    Coaching im Wandel

    Die Anforderung an Coaches lautet, den Transformationsprozessen der Wirtschaft gezielt Schubkraft zu verleihen. Für künftig erfolgreiches Wirken ist es zunehmend erforderlich, dass der Coach nicht nur über fundierte Coaching-Kompetenz verfügt, sondern diese mit Wissen um die Strukturen in Unternehmen verbindet. Über die Strategien und Mittel für die Anpassung eines Unternehmens an die Anforderungen der Zukunft entscheidet die Unternehmensleitung. Somit findet sich dort auch der Stellhebel für das entscheidende Themenfeld – die Unternehmenskultur. Als Vorbild oder Orientierungsfigur kulturerzeugend zu wirken, gelingt nicht per Edikt. Vorbild sein zu wollen oder als Vorbild akzeptiert zu sein, sind die vielzitierten „zwei Paar Stiefel“. Das Verhalten der obersten Führungsetage und alles was diese als erwünschtes oder unerwünschtes Verhalten im Unternehmen definiert, beeinflusst unmittelbar die anderen Führungskräfte und die Mitarbeiter. Für mich als Coach ist somit ein sinnvoller erster Schritt die Begleitung der persönlichen Transformation der Menschen an der Unternehmensspitze. Ein sinnvoller Ansatzpunkt ist der Umgang mit Fehlern und die daraus abgeleitete Entwicklung einer Fehlerkultur. In der Arbeit mit Führungskräften ist künftig wichtig, dass sich der Klient für Themen öffnet, die nicht aus der Vergangenheit heraus Relevanz für ihn besitzen, sondern die zukunftsbezogen auf seinen persönlichen Erfolg in einem erfolgreichen Unternehmen einzahlen.

    Meine persönliche Transformation als Coach ist mit einem Abrücken vom reinen Coachingansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ verbunden. Mit meinen Erfahrungen aus dem Führungsalltag, in Verbindung mit denen als Coach, richte ich mein Coaching proaktiv stärker auf die Anforderungen der Zukunft von Unternehmen und meiner Klienten aus. Coaching unterliegt, wie alles, dem Wandel der Zeit.

    Es ist mir ein Bedürfnis …

    Sie stecken in einem Dilemma? Innerlich und Äußerlich? Dafür kann es viele Gründe geben. In der Regel suchen wir den Schuldigen im Außen. Wenn sich das Umfeld oder unsere Mitmenschen so verändern würden, wie wir es uns wünschen, dann wäre alles in bester Ordnung. Da dieser Wunsch nur mit Hilfe einer Fee oder eines Zauberers in Erfüllung geht (und es die nicht gibt), bleibt uns nichts anderes übrig, als selbst eine Lösung herbeizuführen, wenn wir nicht dauerhaft in unangenehmen Situationen verweilen wollen.

    Ein hilfreicher Ansatz hierfür können unsere Bedürfnisse sein. Ein Bedürfnis ist ein allgemein anerkanntes Bestreben und unterscheidet sich von unseren Wünschen dadurch, dass letztere schon den Weg zur Erfüllung unserer Bedürfnisse implizieren. Auch wenn wir uns das in der Regel nicht vorstellen können (denn wir wissen schließlich, wie die Welt funktioniert), so gibt es in der Tat aber meist viele Wege zum Ziel, auch zur Befriedigung unserer Bedürfnisse.

    An der Weggabelung steht meist jedoch kein eindeutiger Wegweiser. Als solcher dient die Einteilung in 4 verschiedene Bedürfnisbereiche, die unser aller Leben in unterschiedlicher Ausprägung beeinflussen: Sicherheit – Verbundenheit – Selbstverwirklichung – Entspannt sein. 

    Sobald wir in schwierigen Lebenssituationen feststecken, kann ein Blick darauf helfen, welches Bestreben uns gerade antreibt. Schwierigkeiten entstehen entweder 1. durch widerstreitende Bedürfnisse oder 2. die Überhöhung einzelner Bedürfnis-Bereiche und die gleichzeitige Vernachlässigung der anderen. Oftmals schaffen wir es auch nicht, 3. unsere Bedürfnisse in unseren unterschiedlichen Rollen klar zu differenzieren. Das heißt wir setzen in bestimmten Situationen auf das falsche Bedürfnis-Pferd.

    Alle 3 Varianten sind dem geschuldet, was wir aufgrund von Erziehung, Gesellschaft und persönlichen Erfahrungen als richtig oder falsch, gut oder schlecht erachten. Die mit unseren Prägungen verbundenen Gefühle drängen uns zur Befriedigung bestimmter Bedürfnisse, ohne dass wir diese hinterfragen. Beobachten Sie daher genau, was Ihnen in welcher Situation wichtig ist. Die Selbstverwirklichung im Beruf kann befriedigend sein, das gleiche Bedürfnis mit der selben Intensität in der Partnerschaft zu verfolgen, führt unter Umständen zu Problemen. Die Verbundenheit zu lieben Menschen tut uns gut, wenn wir aber von allen gemocht und geschätzt werden wollen, gleicht das einem Kampf gegen Windmühlenflügel. Wenn wir von Ängsten getrieben sind und die Sicherheit über alles stellen, bleiben alle anderen Bedürfnisse auf der Strecke und unser Leben gerät in eine Schieflage.

    Machen Sie sich Gedanken, ob in Ihrem Leben alle vier Bedürfnisbereiche ausgeglichen und harmonisch bedient werden. Falls nein, ist es an der Zeit etwas zu verändern.

    Ideenbaby? Herzlichen Glückwunsch

    Rechtzeitig zum Jahreswechsel beschäftigt mich das Thema Ideenbaby. Jeder Mensch hat Bedürfnisse, Wünsche oder ungewöhnliche Ideen. Irgendwann kommt der richtige Zeitpunkt, diesen Leben einzuhauchen. Auf den perfekten Moment zu warten bedeutet, anderen Menschen, veränderten Lebensumständen, dem Schicksal oder dem Zufall Macht über sich selbst zu geben. Somit ist der optimale Augenblick immer das JETZT. Nichts befriedigt uns mehr, als das in die Tat umzusetzen, was unseren tiefsten Wünschen, persönlichen Werten und kreativen Potenzialen entspricht und was für uns selbst größtmöglichen Nutzen stiftet. Was also hält uns davon ab, aktiv zu werden und unsere Schöpferkraft zu leben? In der Regel ist es das Argument „keine Zeit“, die Angst vor der eigenen Stärke oder unsere Bedenken hinsichtlich finanzieller Investitionen in uns selbst. Ein Ideenbaby zur Welt zu bringen bedeutet, sich mit Hindernissen, falschen Annahmen und dem Scheitern auszusöhnen. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ ist ein altes Sprichwort, das nie wahrer ist, als bei der Aktivierung unseres Schöpfungsreichtums.

    Mein persönliches Ideenbaby hat den Namen „Lebensmeisterei„. Unter diesem Slogan geht es ab 2018 um alles, was dir hilft, dein/e eigene/r Lebensmeister/in zu werden: https://www.lebensmeisterei.org/

     

     

    Erfolg statt Mittelmaß

    Wo sich Menschen das Motto „Ich bin es mir wert und möchte besser werden“ zu eigen machen, da setzt Coaching an. Dass erst über Fehler und Scheitern Spitzenergebnisse erzielt werden, beweisen Menschen wie Steve Jobs oder Elon Musk. Das Gegenteil von Erfolg ist nicht Misserfolg, sondern Mittelmäßigkeit. Rückschläge bergen – im Vergleich zum „toten“ Mittelmaß – ausreichend Potenzial für Verbesserung.

    Was in den USA ein absolutes Selbstverständnis ist, wird in Deutschland noch vielfach in die Psychoecke gestellt. Erfolgreich jedoch ist nur, wer sich selbst immer neu in Frage stellt. Dabei kann ein guter Coach wertvolle Unterstützung bieten. In der neuesten Ausgabe der MZ-Wirtschaftszeitung erklärt Markus Hofmann, Coach und Top-Speaker 2017, unter anderem auch, was einen guten Coach ausmacht:

    „Ich denke, dass ein guter Coach emphatisch ist und sich auf seinen Schützling einstellen kann, dabei aber nicht die nötige Distanz verliert. Dazu gehört auch, dass er nicht nach Schema F agiert und seinen Stiefel durchzieht. Deshalb spielen auch beim Coach Selbstreflexion und Weiterbildung eine große Rolle.“