GUT – BESSER – AM BESTEN

Es ist ein selbstverständliches und alltägliches Szenario im Unternehmensalltag: Ein verdienter Mitarbeiter erklimmt die nächste Stufe der Karriereleiter. Er hat sich durch Leistung und Engagement ausgezeichnet und sich so für die Besetzung einer Führungsposition qualifiziert. Das Rennen unter den Bewerbern entscheidet er klar zu seinen Gunsten und startet mit viel Elan und unter großem Erwartungsdruck in die neue Aufgabe. Genau an diesem Punkt scheitern Karrieren.

Mitarbeiter, die aus dem operativen Geschäft in eine Leitungsposition rutschen, sind und werden in der Regel nicht oder nicht ausreichend auf die Rolle als Führungskraft vorbereitet. Erwartungen bleiben unausgesprochen, denn der Mitarbeiter weiß ja schließlich „wie die Firma tickt“. Das Treffen von Entscheidungen folgt daher in der Startphase nicht selten dem vagen Schema „kalt“ “warm“ oder „heiß“.

Besser zu werden bedeutet für designierte Führungskräfte nicht, noch mehr Spezialwissen anzuhäufen, länger als andere zu arbeiten oder Schadensbegrenzung bei Fehlern zu betreiben. Es bedeutet zu lernen, Menschen und Teams zum Erfolg zu führen, strategische und auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, Mitarbeiter zu fordern und zu fördern, klar und transparent zu kommunizieren, sich zu positionieren, größer zu denken, Veränderungsprozesse zu gestalten und die neue Rolle nicht nur zu bekleiden, sondern zu verkörpern.

Damit das gelingt, sind konsequentes Selbst-Management und permanente Selbst-Reflexion erforderlich. Andernfalls droht die Gefahr, sich im Alltagsgeschäft zu verlieren oder persönliche Grenzen dauerhaft zu überschreiten. An diesem Scheideweg vom Mitarbeiter zur Führungskraft bietet sich die Begleitung durch einen Coach an. Der geschützte Rahmen im Coaching ermöglicht die Analyse der Rahmenbedingungen, die Definition von Zielen, die Entwicklung von persönlichen Strategien, die Aktivierung von hilfreichen Ressourcen und die Konzentration auf das Wesentliche. GUT – BESSER – AM BESTEN zu werden, bedeutet persönliche Entwicklung, die gezielt gefördert werden muss. Coaching ist hierfür eine Investition die sich lohnt und aus der alle Beteiligten größtmöglichen Nutzen ziehen: das Unternehmen, die neue Führungskraft sowie deren Mitarbeiter.

Loyal zur Turnschuhmarke?

Bis zum Jahr 2025 werden voraussichtlich 75% der Belegschaft in Unternehmen den Generationen Y, Z und ALPHA angehören. Die bislang größte Gruppe in der Mitarbeiterschar, die der sogenannten Baby Bommer, hat bis dahin weitgehend den Ruhestand angetreten und den nachfolgenden Generationen das Feld überlassen. Das läutete in der Wirtschaftswelt inzwischen nicht nur einen Generationen- sondern auch einen Kulturwandel ein, denn daraus ergeben sich in Zeiten des Fachkräftemangels neue Herausforderungen hinsichtlich Führung und Mitarbeiterbindung. Viele Führungskräfte stehen schon jetzt vor der schwierigen Aufgabe, Teams mit einer Besetzung über mehrere Generationen hinweg, deutlichen kulturellen Unterschieden und nennenswerter Diversität zu führen. Vor der Diskussion über Lösungen gilt es, sich über die Herausforderungen im Klaren zu sein.

Wir befinden uns in einem „konzentrischen“ Arbeitsmarkt, der von der händeringenden Suche nach Arbeitnehmern geprägt ist, die zwar sehr gut ausgebildet, aber auch in hohem Maß ungeduldig, anspruchsvoll, wenig loyal, technikaffin und gut vernetzt sind. Ihr Schwerpunkt liegt auf Flexibilität, Gestaltungsspielräumen, Entscheidungsfreiheit, Anerkennung, Sinn und ausgewogener Work-Life-Balance.

Moderne Führung bedeutet, bedürfnisorientiert zu führen. Dieser Ansatz vermittelt Wertschätzung, eröffnet Spielräume und sorgt für Akzeptanz auf beiden Seiten. Führungskultur ist ein wesentlicher Baustein, um Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Denn laut den digital pioneers haben Mitarbeiter der Generation Z zu ihrem Arbeitgeber „weniger Loyalität als zu ihrer Turnschuhmarke“. (t3n.de/…/arbeitswelt-generation-z.)

Besitzstand wahren oder Potenzial entfalten

Gute Nachrichten für alle, die glauben unser Gehirn werde mit zunehmenden Alter immer träger und leistungsschwächer. Neueste Forschungen belegen, dass die Nervenzellverknüpfungen in unserem „Oberstübchen“ zeitlebens formbar und umbaubar sind. Fluch und Segen sagen manche, da damit ein Argument entfällt, mit dem man sich Veränderungen versperren kann. In einem Umfeld, das Changemanagement und Agilität unabdingbar machen, können wir uns dem allgegenwärtigen Wandel bis ins hohe Alter anpassen. Raus aus der Komfortzone, rein in die Lernzone lautet die Devise. Oder besser gesagt Besitzstand über Bord werfen und das eigene Potenzial laufend weiterentwickeln. Sicherlich ist die Entfaltung der Persönlichkeit und der eigenen Fähigkeiten (manchmal) anstrengend, aber es ist immer lohnenswert. Unter Umständen braucht es die professionelle Unterstützung durch einen Coach. Aber es gibt keinen Grund, weder für Führungskräfte noch für Mitarbeiter, in einem einmal erreichten Status oder einem Zustand zu verharren. Vielmehr gilt es, sich der brachliegenden Ressourcen und Möglichkeiten bewusst zu werden, diese zu heben und gewinnbringend zu entfalten.

Im Link ein ausführliches Interview zum Thema mit dem Gehirnforscher Gerald Hüter

https://www.xing.com/news/articles/wer-die-freude-am-entdecken-und-gestalten-verliert-verliert-auch-seine-lust-am-leben-2081713

Agiles Mindset

https://www.managerseminare.de/managerSeminare_TV/Gerhard-Roth-ueber-das-agile-Mindset-und-die-Veraenderbarkeit,267896

Handeln Sie agil, denken Sie agil, werden Sie agil! Diese Forderungen hallen aus den Chefetagen in die Belegschaft. So richtig ist niemandem bewusst, was Agilität ist und wie man diese Fähigkeit erlernen kann. Im Link ein erhellendes Interview mit dem Hirnforscher Gerhard Roth zum Thema Veränderung und lebenslanges Lernen.

Erfinde dich neu! Coaching unterstützt deinen Veränderungsprozess zielgerichtet.

Wert oder Werte?

Im Jahr 2018 erachten Führungskräften Vertrauen, Fairness und umsichtige Verantwortung als die wichtigsten Werte in der Zusammenarbeit mit Kollegen und Mitarbeitern. Ergebnisorientiertes Arbeiten basiert ihrer Einschätzung nach auf Teamwork und Kooperation, in Verbindung mit dem Streben nach Innovation. Der digitale Wandel bedeutet sowohl Chance als auch Risiko und bedarf vor allem der Offenheit für Neues und der Veränderungsbereitschaft.

Führungskräfte stehen in der Verantwortung, mit ihren Teams Ziele zu erreichen und darüber „Wert“ für das Unternehmen zu generieren. Voraussetzung dafür, dass monetärer Wert entstehen kann, ist das Initiieren einer „Werte-orientierten“ Zusammenarbeit. Basis sind jene Werte, die Führungskräfte vorleben, ihren Entscheidungen zugrunde legen oder in der Zusammenarbeit als erstrebenswert erachten. Seit 2006 ermittelt die Initiative Werte Bewusste Führung e. V., wie sich Werte in Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln. 2018 legte die Befragung den Fokus auf die Fragestellungen

  • Welches Denken bzw. welche »Köpfe« braucht erfolgreiche und zukunftsorientierte Führung in Zeiten der digitalen Veränderung?“
  • „Welches Führungsverständnis – welche Werte und Haltungen – halten Führungskräfte der deutschen Wirtschaft für wichtig, um Menschen unter den sich verändernden gesellschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen erfolgreich zu führen?“

Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier:

Wertorientierte Führung

Gekonnt moderiert

Eine Moderation ist nur so gut wie ihre Vorbereitung. Klären Sie den Auftrag. Legen Sie großen Wert auf die Planung des Meetings, versorgen Sie die Gruppe mit ausreichend Moderationsmaterialien und definieren Sie einen roten Faden. Gestalten Sie benötigte Flipcharts und Metawände möglichst ansprechend und los geht’s:

Erfolgreicher Einstieg

In der ersten Phase stellt der Moderator Beziehung zur Gruppe her und schafft eine passende Arbeitsatmosphäre. Dies beinhaltet Vorstellung, Erläuterung der Rolle des Moderators, sachliche Einführung in das Thema, Aufzeigen des Moderationsziels, Abfragen des Gruppenziels, Spielregeln vereinbaren, Rahmenbedingungen definieren, Feed-back Regeln erklären, Erläuterung zu Beiträgen der Teilnehmer (Karte, Schriftfarbe, Umfang Text auf Karten,…), mit passender Einstiegsfrage starten.

Moderationsstil

Für den Moderator ist es entscheidend, die Balance zu finden zwischen direktiv – nondirektiv, zwischen Empathie und Kontrolle

Methodik

  • Übungen
  • Kartenabfrage
  • Zurufabfrage
  • Punktabfrage/Gewichtung
  • Tätigkeitslisten
  • Standpunkt abfragen
  • Brainstorming
  • Über Fragen steuern

Nicht vergessen!! Dokumentation von (Zwischen-)Ergebnissen und Fixierung von Vereinbarungen in schriftlicher Form

Moderation – Ja bitte!

Ein Moderator erhält in der Regel einen klaren Moderationsauftrag. Dieser ist mit dem Auftraggeber möglichst detailliert zu besprechen und zu dokumentieren. Der Auftraggeber muss die Inhalte in der Ergebnispräsentation wiederfinden.

Moderation moderat = gemäßigt; der Moderator nimmt eine gemäßigte, neutrale Haltung ein, d.h.

  • Kontakt herstellen
  • Spielregeln definieren
  • Feedback-Regeln erläutern
  • Für Klarheit und Struktur sorgen
  • Fragen – aktiv Zuhören – Zusammenfassen – Fazit ziehen
  • Zeitmanagement
  • Kreativität der Teilnehmer fördern
  • Roten Faden im Auge behalten
  • Für angenehmes Klima sorgen
  • Keine Partei ergreifen
  • Beiträge nicht kommentieren oder bewerten
  • Bei Konflikten auf die Metaebene wechseln (von „oben“ auf den Prozess schauen und darüber reden)
  • Darauf achten, dass sich alle Teilnehmer einbringen
  • Mit Störungen/ Vielrednern professionell umgehen
  • Im Konfliktfall Lösung suchen, die für beide Seiten annehmbar ist
  • Zwischen- und Endergebnisse fixieren
  • Moderator ist Prozess-Experte (nicht inhaltlicher Experte) und steuert über Fragen
  • Aussagen nicht persönlich nehmen; Aussagen zur eigenen Person/Aufgabe notieren und im Nachgang klären

Was Moderation nicht kann

  • Akzeptanz für von oben getroffene Entscheidungen einholen
  • Für fremde Ideen kämpfen
  • Teamharmomie herstellen und deren Konflikte lösen
  • Eine Plattform für Selbstdarsteller bieten
  • Erforderliche Verantwortungsübernahme durch moderierte Entscheidungsfindung ersetzen

Moderator? Dann sollten Sie …

  • Mit Moderationstechniken vertraut, aber nicht unmittelbar in den Sachverhalt involviert sein
  • Methodische Unterstützung geben
  • Struktur und Rahmen und Spielregeln definieren
  • Darauf achten, dass sich alle Teammitglieder einbringen
  • In der Doppelrolle „Moderator UND Projektleiter oder Führungskraft“ darauf achten, dass für die Gruppe ein Rollenwechsel deutlich wird
  • Die neutrale Moderatoren-Rolle nur bei wichtigen Beiträgen (vorübergehend) verlassen

Freuen Sie sich auf weitere hilfreiche Tipps für Moderatoren im nächsten Beitrag (01.11.2018)

Besprechung – Oh weh?

Meetings sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. Sie dienen dem Informationsaustausch, der Ideenfindung und dem Zusammentragen von Know-How. Es ist jedoch nicht dieser wertschöpfende Charakter, der in den Köpfen von Führungskräften und Mitarbeiter verankert ist. Vielmehr sind 70% aller Teilnehmer mit Meetings und Besprechungen unzufrieden. Mangelnde Struktur, unwichtige Inhalte und fehlende Nachhaltigkeit von Ergebnissen führen dazu, dass Meetings als zeitraubend, nervig und überflüssig eingestuft werden. Es ist sinnvoll, die Meetingkultur als Bestandteil der Führungs-und Unternehmenskultur zu verstehen. Da die Ergebnisse von den Menschen abhängig sind, die an Meetings teilnehmen, lässt sich die Meetingkultur nicht von dem Bild trennen, das ein Unternehmen oder eine Führungskraft von den Mitarbeitern hat. Professionelles Meetingmanagement generiert wirtschaftlichen Mehrwert und fördert eine Kultur der Zusammenarbeit.

Der Wandel in Unternehmen ist allgegenwärtig, mit zunehmender Tendenz. Hierarchien werden flacher, Babyboomer und deren langjähriges Knowhow streben dem Ruhestand zu. Ressourcen in Form von Fachpersonal, Geld und Zeit werden immer knapper. Schnelle Anpassungsprozesse, Verbesserung von Managementmethoden und die optimale Nutzung des intellektuellen Kapitals der Mitarbeiter entscheiden über Erfolg oder Misserfolg.

Die interne Kommunikationskultur ein wichtiger Baustein im sozialen Miteinander. Insbesondere die nachkommenden Generationen legen im Arbeitsprozess großen Wert auf Vernetzung und Austausch. Doch kaum ein Bereich ist in Unternehmen so vernachlässigt wie die soziale Kommunikation. Und doch gewinnt sie aufgrund der Kurzlebigkeit von Informationen zunehmend an Bedeutung.

In unseren Unternehmen herrscht kein Informationsdefizit, sondern ein Kommunikationsdefizit. Demnach müssen sich Führungskräfte fragen, ob ihre Mitarbeiter wissen, welche Informationen sie benötigen und wie sie diese wertschöpfend einsetzen können. Meetings sind eine Möglichkeit, Antworten auf diese Fragen zu geben und zu erhalten.

Im nächsten Blogbeitrag (ab 26. Oktober) lesen Sie, was tun können, um Ihre Meetings erfolgreich(er) zu gestalten.