Know-why statt Know-how

„Worin liegt der Sinn unseres unternehmerischen Handelns? Brauchen wir Know-how oder vielleicht auch Know-why? Woher nehmen wir den Mut für große Veränderungen und wo bleibt der Mensch dabei? „DIE STILLE REVOLUTION“ – der Kinofilm zum Kulturwandel in der Arbeitswelt von Regisseur Kristian Gründling nach einer Vision von Bodo Janssen gibt Antworten auf diese Fragen und weitere tiefe Einblicke auf einer Reise, die zukunftsorientierte Unternehmen nun nach und nach antreten.“

Viele Unternehmen vollziehen derzeit den Wandel weg von der Wettbewerbskultur und hin zur Kooperationskultur im Betrieb. Damit sollen gemeinsame Ziele möglichst effizient erreicht und Wissen hierarchieübergreifend geteilt werden. Eine neue Art des Miteinander als Erfolgsrezept der Zukunft? Führungskräften, Trainern und Coaches kommt hierbei eine wichtige Rolle zu.

Für mehr zum Thema empfehle ich den Film „Die stille Revolution“ und verweise zum Schnuppern auf den Trailer:

https://www.die-stille-revolution.de

Schau mir in die Augen…

„Herz und Seele“ bilden eine Einheit, so das Ergebnis neuester Studien. Die Frage ist, wie lässt sich die Balance zwischen beiden bestmöglich herstellen? Wie lässt sich Synchronizität zwischen mentalen Prozessen und körperlichen Handlungen erreichen und was bedeutet das für unsere Kommunikation? Fragen wie diesen geht Prof. Dr. Heiner Böttger an der Uni Eichstätt-Ingolstadt nach und zieht Schlüsse für den gesellschaftlichen und betrieblichen Kontext. Das Ergebnis lautet: Menschen synchronisieren sich – auf Basis des Grundbedürfnisses nach Gemeinschaft – ständig und entwicklen eigene Peer Talks, wie zum Beispiel eine spezielle Firmensprache. Der Augenkontakt ist das erste Signal für die Bereitschaft Verbindung aufzunehmen, zu kommunizieren. Das Wissen um die Verbindung zwischen „Körper und Geist“ ist entscheidend für unseren Erfolg in Beziehungen – dies gilt sowohl für den privaten Bereich als auch für das Berufsleben. Wer für optimalen Gleichklang in einer Beziehung sorgen will, der starte mit einem intensiven Blick in die Augen des Gegenübers.

GUT – BESSER – AM BESTEN

Es ist ein selbstverständliches und alltägliches Szenario im Unternehmensalltag: Ein verdienter Mitarbeiter erklimmt die nächste Stufe der Karriereleiter. Er hat sich durch Leistung und Engagement ausgezeichnet und sich so für die Besetzung einer Führungsposition qualifiziert. Das Rennen unter den Bewerbern entscheidet er klar zu seinen Gunsten und startet mit viel Elan und unter großem Erwartungsdruck in die neue Aufgabe. Genau an diesem Punkt scheitern Karrieren.

Mitarbeiter, die aus dem operativen Geschäft in eine Leitungsposition rutschen, sind und werden in der Regel nicht oder nicht ausreichend auf die Rolle als Führungskraft vorbereitet. Erwartungen bleiben unausgesprochen, denn der Mitarbeiter weiß ja schließlich „wie die Firma tickt“. Das Treffen von Entscheidungen folgt daher in der Startphase nicht selten dem vagen Schema „kalt“ “warm“ oder „heiß“.

Besser zu werden bedeutet für designierte Führungskräfte nicht, noch mehr Spezialwissen anzuhäufen, länger als andere zu arbeiten oder Schadensbegrenzung bei Fehlern zu betreiben. Es bedeutet zu lernen, Menschen und Teams zum Erfolg zu führen, strategische und auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, Mitarbeiter zu fordern und zu fördern, klar und transparent zu kommunizieren, sich zu positionieren, größer zu denken, Veränderungsprozesse zu gestalten und die neue Rolle nicht nur zu bekleiden, sondern zu verkörpern.

Damit das gelingt, sind konsequentes Selbst-Management und permanente Selbst-Reflexion erforderlich. Andernfalls droht die Gefahr, sich im Alltagsgeschäft zu verlieren oder persönliche Grenzen dauerhaft zu überschreiten. An diesem Scheideweg vom Mitarbeiter zur Führungskraft bietet sich die Begleitung durch einen Coach an. Der geschützte Rahmen im Coaching ermöglicht die Analyse der Rahmenbedingungen, die Definition von Zielen, die Entwicklung von persönlichen Strategien, die Aktivierung von hilfreichen Ressourcen und die Konzentration auf das Wesentliche. GUT – BESSER – AM BESTEN zu werden, bedeutet persönliche Entwicklung, die gezielt gefördert werden muss. Coaching ist hierfür eine Investition die sich lohnt und aus der alle Beteiligten größtmöglichen Nutzen ziehen: das Unternehmen, die neue Führungskraft sowie deren Mitarbeiter.

Loyal zur Turnschuhmarke?

Bis zum Jahr 2025 werden voraussichtlich 75% der Belegschaft in Unternehmen den Generationen Y, Z und ALPHA angehören. Die bislang größte Gruppe in der Mitarbeiterschar, die der sogenannten Baby Bommer, hat bis dahin weitgehend den Ruhestand angetreten und den nachfolgenden Generationen das Feld überlassen. Das läutete in der Wirtschaftswelt inzwischen nicht nur einen Generationen- sondern auch einen Kulturwandel ein, denn daraus ergeben sich in Zeiten des Fachkräftemangels neue Herausforderungen hinsichtlich Führung und Mitarbeiterbindung. Viele Führungskräfte stehen schon jetzt vor der schwierigen Aufgabe, Teams mit einer Besetzung über mehrere Generationen hinweg, deutlichen kulturellen Unterschieden und nennenswerter Diversität zu führen. Vor der Diskussion über Lösungen gilt es, sich über die Herausforderungen im Klaren zu sein.

Wir befinden uns in einem „konzentrischen“ Arbeitsmarkt, der von der händeringenden Suche nach Arbeitnehmern geprägt ist, die zwar sehr gut ausgebildet, aber auch in hohem Maß ungeduldig, anspruchsvoll, wenig loyal, technikaffin und gut vernetzt sind. Ihr Schwerpunkt liegt auf Flexibilität, Gestaltungsspielräumen, Entscheidungsfreiheit, Anerkennung, Sinn und ausgewogener Work-Life-Balance.

Moderne Führung bedeutet, bedürfnisorientiert zu führen. Dieser Ansatz vermittelt Wertschätzung, eröffnet Spielräume und sorgt für Akzeptanz auf beiden Seiten. Führungskultur ist ein wesentlicher Baustein, um Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Denn laut den digital pioneers haben Mitarbeiter der Generation Z zu ihrem Arbeitgeber „weniger Loyalität als zu ihrer Turnschuhmarke“. (t3n.de/…/arbeitswelt-generation-z.)

Besitzstand wahren oder Potenzial entfalten

Gute Nachrichten für alle, die glauben unser Gehirn werde mit zunehmenden Alter immer träger und leistungsschwächer. Neueste Forschungen belegen, dass die Nervenzellverknüpfungen in unserem „Oberstübchen“ zeitlebens formbar und umbaubar sind. Fluch und Segen sagen manche, da damit ein Argument entfällt, mit dem man sich Veränderungen versperren kann. In einem Umfeld, das Changemanagement und Agilität unabdingbar machen, können wir uns dem allgegenwärtigen Wandel bis ins hohe Alter anpassen. Raus aus der Komfortzone, rein in die Lernzone lautet die Devise. Oder besser gesagt Besitzstand über Bord werfen und das eigene Potenzial laufend weiterentwickeln. Sicherlich ist die Entfaltung der Persönlichkeit und der eigenen Fähigkeiten (manchmal) anstrengend, aber es ist immer lohnenswert. Unter Umständen braucht es die professionelle Unterstützung durch einen Coach. Aber es gibt keinen Grund, weder für Führungskräfte noch für Mitarbeiter, in einem einmal erreichten Status oder einem Zustand zu verharren. Vielmehr gilt es, sich der brachliegenden Ressourcen und Möglichkeiten bewusst zu werden, diese zu heben und gewinnbringend zu entfalten.

Im Link ein ausführliches Interview zum Thema mit dem Gehirnforscher Gerald Hüter

https://www.xing.com/news/articles/wer-die-freude-am-entdecken-und-gestalten-verliert-verliert-auch-seine-lust-am-leben-2081713

Agiles Mindset

https://www.managerseminare.de/managerSeminare_TV/Gerhard-Roth-ueber-das-agile-Mindset-und-die-Veraenderbarkeit,267896

Handeln Sie agil, denken Sie agil, werden Sie agil! Diese Forderungen hallen aus den Chefetagen in die Belegschaft. So richtig ist niemandem bewusst, was Agilität ist und wie man diese Fähigkeit erlernen kann. Im Link ein erhellendes Interview mit dem Hirnforscher Gerhard Roth zum Thema Veränderung und lebenslanges Lernen.

Erfinde dich neu! Coaching unterstützt deinen Veränderungsprozess zielgerichtet.

Wert oder Werte?

Im Jahr 2018 erachten Führungskräften Vertrauen, Fairness und umsichtige Verantwortung als die wichtigsten Werte in der Zusammenarbeit mit Kollegen und Mitarbeitern. Ergebnisorientiertes Arbeiten basiert ihrer Einschätzung nach auf Teamwork und Kooperation, in Verbindung mit dem Streben nach Innovation. Der digitale Wandel bedeutet sowohl Chance als auch Risiko und bedarf vor allem der Offenheit für Neues und der Veränderungsbereitschaft.

Führungskräfte stehen in der Verantwortung, mit ihren Teams Ziele zu erreichen und darüber „Wert“ für das Unternehmen zu generieren. Voraussetzung dafür, dass monetärer Wert entstehen kann, ist das Initiieren einer „Werte-orientierten“ Zusammenarbeit. Basis sind jene Werte, die Führungskräfte vorleben, ihren Entscheidungen zugrunde legen oder in der Zusammenarbeit als erstrebenswert erachten. Seit 2006 ermittelt die Initiative Werte Bewusste Führung e. V., wie sich Werte in Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln. 2018 legte die Befragung den Fokus auf die Fragestellungen

  • Welches Denken bzw. welche »Köpfe« braucht erfolgreiche und zukunftsorientierte Führung in Zeiten der digitalen Veränderung?“
  • „Welches Führungsverständnis – welche Werte und Haltungen – halten Führungskräfte der deutschen Wirtschaft für wichtig, um Menschen unter den sich verändernden gesellschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen erfolgreich zu führen?“

Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier:

Wertorientierte Führung

Gekonnt moderiert

Eine Moderation ist nur so gut wie ihre Vorbereitung. Klären Sie den Auftrag. Legen Sie großen Wert auf die Planung des Meetings, versorgen Sie die Gruppe mit ausreichend Moderationsmaterialien und definieren Sie einen roten Faden. Gestalten Sie benötigte Flipcharts und Metawände möglichst ansprechend und los geht’s:

Erfolgreicher Einstieg

In der ersten Phase stellt der Moderator Beziehung zur Gruppe her und schafft eine passende Arbeitsatmosphäre. Dies beinhaltet Vorstellung, Erläuterung der Rolle des Moderators, sachliche Einführung in das Thema, Aufzeigen des Moderationsziels, Abfragen des Gruppenziels, Spielregeln vereinbaren, Rahmenbedingungen definieren, Feed-back Regeln erklären, Erläuterung zu Beiträgen der Teilnehmer (Karte, Schriftfarbe, Umfang Text auf Karten,…), mit passender Einstiegsfrage starten.

Moderationsstil

Für den Moderator ist es entscheidend, die Balance zu finden zwischen direktiv – nondirektiv, zwischen Empathie und Kontrolle

Methodik

  • Übungen
  • Kartenabfrage
  • Zurufabfrage
  • Punktabfrage/Gewichtung
  • Tätigkeitslisten
  • Standpunkt abfragen
  • Brainstorming
  • Über Fragen steuern

Nicht vergessen!! Dokumentation von (Zwischen-)Ergebnissen und Fixierung von Vereinbarungen in schriftlicher Form