Working out loud

„Kleine Großzügigkeiten ermöglichen sowohl den Einstieg in eine persönliche Beziehung als auch die Vertiefung von Vertrauen zu existierenden Kontakten.“ Im Manager-Magazin stellt John Stepper 10 Möglichkeiten sozialer Großzügigkeit vor. „Working out loud“ ist der Gedanke, beim Aufbau eines sozialen Netzwerks unserem Gegenüber etwas anzubieten, ohne primär und direkt den eigenen Vorteil im Blick zu haben.

Schöne Idee, die ich gerne teile …

  1. Aufmerksamkeit – den anderen wahrnehmen
  2. Dankbarkeit – „Danke“ ist ein kleines Wort mit großer Wirkung
  3. Interessante Informationen teilen
  4. Fragen stellen – und für gute Antworten loben
  5. Antworten geben – Sachkunde und Großzügigkeit beweisen
  6. Vorstellen – Kontakte knüpfen die anderen helfen
  7. Feedback – Beiträge konstruktiv kommentieren
  8. Arbeit teilen – Angebote machen, inspirieren und Synergien nutzen
  9. Erfahrungen tauschen – Was kann anderen nützlich sein?
  10. Ideen teilen – konstruktiv beitragen und andere dazu auffordern

Quelle: Managerseminare.de

Besprechung – Oh weh?

Meetings sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. Sie dienen dem Informationsaustausch, der Ideenfindung und dem Zusammentragen von Know-How. Es ist jedoch nicht dieser wertschöpfende Charakter, der in den Köpfen von Führungskräften und Mitarbeiter verankert ist. Vielmehr sind 70% aller Teilnehmer mit Meetings und Besprechungen unzufrieden. Mangelnde Struktur, unwichtige Inhalte und fehlende Nachhaltigkeit von Ergebnissen führen dazu, dass Meetings als zeitraubend, nervig und überflüssig eingestuft werden. Es ist sinnvoll, die Meetingkultur als Bestandteil der Führungs-und Unternehmenskultur zu verstehen. Da die Ergebnisse von den Menschen abhängig sind, die an Meetings teilnehmen, lässt sich die Meetingkultur nicht von dem Bild trennen, das ein Unternehmen oder eine Führungskraft von den Mitarbeitern hat. Professionelles Meetingmanagement generiert wirtschaftlichen Mehrwert und fördert eine Kultur der Zusammenarbeit.

Der Wandel in Unternehmen ist allgegenwärtig, mit zunehmender Tendenz. Hierarchien werden flacher, Babyboomer und deren langjähriges Knowhow streben dem Ruhestand zu. Ressourcen in Form von Fachpersonal, Geld und Zeit werden immer knapper. Schnelle Anpassungsprozesse, Verbesserung von Managementmethoden und die optimale Nutzung des intellektuellen Kapitals der Mitarbeiter entscheiden über Erfolg oder Misserfolg.

Die interne Kommunikationskultur ein wichtiger Baustein im sozialen Miteinander. Insbesondere die nachkommenden Generationen legen im Arbeitsprozess großen Wert auf Vernetzung und Austausch. Doch kaum ein Bereich ist in Unternehmen so vernachlässigt wie die soziale Kommunikation. Und doch gewinnt sie aufgrund der Kurzlebigkeit von Informationen zunehmend an Bedeutung.

In unseren Unternehmen herrscht kein Informationsdefizit, sondern ein Kommunikationsdefizit. Demnach müssen sich Führungskräfte fragen, ob ihre Mitarbeiter wissen, welche Informationen sie benötigen und wie sie diese wertschöpfend einsetzen können. Meetings sind eine Möglichkeit, Antworten auf diese Fragen zu geben und zu erhalten.

Im nächsten Blogbeitrag (ab 26. Oktober) lesen Sie, was tun können, um Ihre Meetings erfolgreich(er) zu gestalten.

 

Selbstmanagement – Selbstreflexion

Im letzten Blog zum Thema Selbstmanagement geht es um dich selbst. Egal welche Methoden du wählst, sie sind nur so gut wie das, was du daraus machst. Daher ist es für den persönlichen Erfolg unabdingbar, regelmäßig Selbstreflexion zu betreiben:

„Warum tue ich etwas und mit welchem Energieeinsatz ist das verbunden?“

Häufig messen wir allem was wir tun, den gleichen Stellenwert zu. Für erfolgreiches Selbstmanagement müssen wir uns selbst verstehen und erkennen, was und aus welchem Grund uns etwas motiviert. Unseren Blick für das Wesentliche zu schärfen und uns auf die eigenen Zukunftsperspektiven zu fokussieren schützt davor, sich in Details und Nebensächlichkeiten zu verlieren.

Zeitfresser eliminieren

Durch das ständige Checken von Mails und Nachrichten in unseren Netzwerken vergeuden wir viel Zeit. Laut Meinung von Experten brauchen wir nach jeder Unterbrechung ungefähr 5 Minuten unserer Zeit, um uns wieder konzentriert anstehenden Tätigkeiten zu widmen.

Sich selbst wichtige Fragen beantworten

  • Passt das, was ich tue, zu meinen persönlichen Zielen und Zukunftsperspektiven?
  • Kenne ich meine persönlichen Stärken und nutze ich diese in vollem Umfang?
  • Bin ich bei Bedarf bereit um Unterstützung zu bitten?
  • Wer – außer mir – stellt Erwartungen an mich und muss ich diese erfüllen?
  • Was passiert im schlimmsten Fall, wenn ich darauf verzichte?
  • Agiere ich selbstbestimmt oder reagiere ich nur?
  • Was hilft mir, mich zu regenerieren und sowohl körperlich als auch mental gesund zu bleiben?
  • Was tue ich – und in welchem Umfang – das nicht zielgerichtet ist und einfach nur Spaß macht?

Kreativität und Spaß integrieren

Wir müssen keine Meisterwerke erschaffen. Aber wir können bei der Erledigung von Aufgaben, beim Weg ins Büro auch neue und andere Wege einschlagen. Es macht Spaß, aus eingefahrenen Routinen auszubrechen und etwas Neues auszuprobieren. Der damit gewonnene neue Blick auf die Dinge führt oft zu überraschenden Ergebnissen.

Flow erleben

Als FLOW bezeichnet man das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustands völliger Vertiefung (Konzentration) in einer Aufgabe, die sich wie von selbst erledigt. Um in diesen Zustand einzutauchen, bedarf es fokussierte Aufmerksamkeit für das, was mach gerade tut. Flow lässt sich gut bei Kindern beobachten, die im Spiel versunken sind. Alles was sie ablenken könnte wird ausgeblendet bis das Spiel beendet und die Kinder wieder aufnahmefähig sind.

Achtsamkeit

Achtsamkeit hilft uns Energie zu sparen. Bleiben wir mit unserer Aufmerksamkeit in der Gegenwart, verzichten wir auf energieraubende Ausflüge in die Vergangenheit oder die Zukunft mit all ihren Ängsten und Sehnsüchten. Achtsamkeit hilft uns, die Mechanismen unseres Geistes zu erkennen und zu durchschauen. Statt ihnen Folge zu leisten, konzentrieren wir uns auf das, was jetzt gerade real ist. Es gibt vielfältige Übungen für die Achtsamkeit. Einige davon lassen sich wunderbar und von Dritten unbemerkt in den Alltag integrieren.

Und nun: Viel Erfolg bei der Umsetzung 🙂

Selbstmanagement – Priorisieren und Erledigen

Wenn du Spaß an den Tipps zum Selbstmanagement hast, findest du nachfolgend Methoden, die dir beim Ordnen von Aufgaben nach Wichtigkeit helfen, um sie danach zielgerichtet zu bearbeiten.
Im nächsten Blogbeitrag dreht sich dann alles um deine eigene Person und darum was dir persönlich hilft, die passenden Tools aus dem Methodenkoffer auch erfolgreich einzusetzen.

1. Möglichkeiten, die dich dabei unterstützen, deine Aufgaben zu priorisieren

Eisenhower –Methode

Den Ursprung hat diese Vorgehensweise bei U.S. Präsident Dwight D. Eisenhower, der damit seinen Alltag strukturierte. Bis heute hat die damit verbundene Einteilung von Aufgaben in 4 Bereiche ihre Wirksamkeit nicht verloren.

  • Wichtig/Eilig – sofort und selbst erledigen
  • Wichtig/Nicht eilig – terminieren und später selbst erledigen
  • Unwichtig/Eilig – delegieren
  • Unwichtig/Nicht eilig – Ablage „Papierkorb“, liegenlassen

ABC-Methode

Wer es weniger komplex mag und keine Möglichkeit hat zu delegieren, kann seine Aufgaben in nur 3 Kategorien einteilen, um sie nacheinander zu bearbeiten.

  1. Sehr wichtig
  2. Weniger wichtig
  3. Unwichtig

2. So klappt das Erledigen von Aufgaben

Getting Things Done (GTD) ist eine Selbstmanagement-Methode (Buch von David Allen).
Sie ist für alle geeignet, die daran Gefallen finden, ihren Alltag über Aufgabenlisten zu erfassen und zu strukturieren. Die Methode zielt darauf ab, dass alle Aufgaben notiert werden und damit der Kopf für Wichtiges frei ist, ohne die Angst, andere Aufgaben zu vergessen.

ALPEN-Methode

Eine weitere Möglichkeit sich selbst bei der Erledigung von Aufgaben zu managen.

  • Aufgaben, Termine und geplante Aktivitäten notieren
  • Zeit für die Erledigung der einzelnen Punkte schätzen
  • Pufferzeiten einplanen
  • Entscheidungen treffen
  • Nachkontrolle

Methodenkoffer Selbstmanagement

Die Worte Effizienz und Effektivität bestimmen längst nicht mehr nur unsere Arbeitswelt. Auch in der Freizeit wollen wir unsere Zeit optimal nutzen und erreichen, was wir uns vorgenommen haben. Da wir die Zeit nicht managen können, wohl aber das, was wir in die uns zur Verfügung stehenden Stunden packen, müssen wir den Fokus auf Selbstmanagement statt auf Zeitmanagement richten. Was bedeutet das konkret?

Gutes Selbstmanagement befähigt uns, unsere persönliche Entwicklung und die Gestaltung unseres Lebens selbst in die Hand zu nehmen. Dazu bedienen wir uns gezielter Techniken aus Management, Führung und Psychologie, um die eigene Motivation zu erhöhen, eigene Ziele zu definieren und zu erreichen.

Die größte Hürde beim Selbstmanagement ist unser SELBST. Wir alle schlüpfen im Tagesverlauf in verschiedene Rollen, die mit unterschiedlichen Bedürfnissen verknüpft sind und uns flexible Verhaltensweisen und entsprechende Entscheidungen abverlangen. Der erste Schritt, sich selbst gut zu managen, ist daher die Überlegung, in welche Rollen muss/will ich schlüpfen und was bedeutet das für mich und meine Persönlichkeit. Das Ergebnis ist nicht statisch, vielmehr bedarf es steter Reflexion, Bewertung und Anpassung. Dieser und folgende Blogs stellen einige Methoden vor, die aktives Selbstmanagement zielgerichtet unterstützen können. Das das am besten geht, wenn man das Ziel kennt, nachfolgend zwei Alternativen zum sehr strapazierten „SMART“en Ziel. Der nächste Beitrag ist dem Thema Periodisierung gewidmet.

AMORE-Methode
Zielformulierung auf Basis der Schlüsselworte

  • Ambitioniert
  • Motivierend
  • Organisiert
  • Realistisch
  • Echt

Mein persönlicher Ansatz für die Arbeit mit Zielen: BERG-Methode

  • B – Welche Bedürfnisse stecken hinter dem was ich erreichen will?
  • E – Welche Ergebnisse zahlen auf die Bedürfniserfüllung ein? Mit dieser Frage öffne ich mich für den Gedanken, dass es nicht nur einen Weg gibt.
  • R – Welche Risiken sind mit der Zielerreichung verbunden?
  • G – Welchen Gewinn ziehen ich und mein Umfeld aus der Erreichung? Mit dieser Frage bette ich meine Ziele in einen größeren Kontext ein.

 

Konfliktgespräche souverän meistern

Konflikte sind ein Bestandteil im betrieblichen Alltag. Sie entstehen, wenn unterschiedliche Ansichten und Interessen aufeinanderprallen, die gegenseitig im Widerspruch stehen und eine Lösung erfordern. Entscheidend ist nicht das Vermeiden von Konflikten, sondern wie Konflikte ausgetragen werden. Konflikte zeigen sich in der Regel durch die Verschlechterung der Kommunikation, Entstehen von Eifersucht und Neid, nervöses und angespanntes Klima, Verschlechterung der Arbeitsmoral. Wenn Sie als Führungskraft Konflikte in Ihrem Team erkennen, dann gilt es zu handeln.

Klären Sie schon im Vorfeld:

  • Worum geht es?
  • Wo liegen die Ursachen?
  • Wer ist beteiligt?
  • Was ist bisher verlaufen?
  • Habe ich selbst einen Anteil?
  • Was will ich im Gespräch ansprechen
  • Welche Ziele verfolge ich?

Die Bereitschaft beider Gesprächspartner zur Veränderung der bestehenden Situation ist eine notwendige Voraussetzung für die Konfliktlösung. Ihre Aufgabe als Führungskraft ist es, den Konflikt zu erkennen, anzusprechen und eine gemeinsame Problemlösung (inkl. Vereinbarungen) anzustreben.

Erfolgreiche Konfliktbewältigung erfordert von der Führungskraft:

  • Verständnis zeigen
  • die Konfliktparteien ernst nehmen
  • keine Partei ergreifen
  • Vertrauensbasis schaffen
  • Offenheit einfordern
  • Moderieren und Zusammenfassen
  • für Klarheit sorgen
  • Lösungswege entwickeln
  • Vereinbarungen nachhalten

 

Es ist mir ein Bedürfnis …

Sie stecken in einem Dilemma? Innerlich und Äußerlich? Dafür kann es viele Gründe geben. In der Regel suchen wir den Schuldigen im Außen. Wenn sich das Umfeld oder unsere Mitmenschen so verändern würden, wie wir es uns wünschen, dann wäre alles in bester Ordnung. Da dieser Wunsch nur mit Hilfe einer Fee oder eines Zauberers in Erfüllung geht (und es die nicht gibt), bleibt uns nichts anderes übrig, als selbst eine Lösung herbeizuführen, wenn wir nicht dauerhaft in unangenehmen Situationen verweilen wollen.

Ein hilfreicher Ansatz hierfür können unsere Bedürfnisse sein. Ein Bedürfnis ist ein allgemein anerkanntes Bestreben und unterscheidet sich von unseren Wünschen dadurch, dass letztere schon den Weg zur Erfüllung unserer Bedürfnisse implizieren. Auch wenn wir uns das in der Regel nicht vorstellen können (denn wir wissen schließlich, wie die Welt funktioniert), so gibt es in der Tat aber meist viele Wege zum Ziel, auch zur Befriedigung unserer Bedürfnisse.

An der Weggabelung steht meist jedoch kein eindeutiger Wegweiser. Als solcher dient die Einteilung in 4 verschiedene Bedürfnisbereiche, die unser aller Leben in unterschiedlicher Ausprägung beeinflussen: Sicherheit – Verbundenheit – Selbstverwirklichung – Entspannt sein. 

Sobald wir in schwierigen Lebenssituationen feststecken, kann ein Blick darauf helfen, welches Bestreben uns gerade antreibt. Schwierigkeiten entstehen entweder 1. durch widerstreitende Bedürfnisse oder 2. die Überhöhung einzelner Bedürfnis-Bereiche und die gleichzeitige Vernachlässigung der anderen. Oftmals schaffen wir es auch nicht, 3. unsere Bedürfnisse in unseren unterschiedlichen Rollen klar zu differenzieren. Das heißt wir setzen in bestimmten Situationen auf das falsche Bedürfnis-Pferd.

Alle 3 Varianten sind dem geschuldet, was wir aufgrund von Erziehung, Gesellschaft und persönlichen Erfahrungen als richtig oder falsch, gut oder schlecht erachten. Die mit unseren Prägungen verbundenen Gefühle drängen uns zur Befriedigung bestimmter Bedürfnisse, ohne dass wir diese hinterfragen. Beobachten Sie daher genau, was Ihnen in welcher Situation wichtig ist. Die Selbstverwirklichung im Beruf kann befriedigend sein, das gleiche Bedürfnis mit der selben Intensität in der Partnerschaft zu verfolgen, führt unter Umständen zu Problemen. Die Verbundenheit zu lieben Menschen tut uns gut, wenn wir aber von allen gemocht und geschätzt werden wollen, gleicht das einem Kampf gegen Windmühlenflügel. Wenn wir von Ängsten getrieben sind und die Sicherheit über alles stellen, bleiben alle anderen Bedürfnisse auf der Strecke und unser Leben gerät in eine Schieflage.

Machen Sie sich Gedanken, ob in Ihrem Leben alle vier Bedürfnisbereiche ausgeglichen und harmonisch bedient werden. Falls nein, ist es an der Zeit etwas zu verändern.

Sich richtig aufstellen

Oft werde ich gefragt: Welchen Nutzen bringen systemische Aufstellungen im beruflichen Kontext?

Unternehmen, Institutionen, Teams und Organisationen sind aus Menschen bestehende Systeme, die einer ganz eigenen Dynamik folgen. Organisationsaufstellungen bieten einen tiefen Einblick in das, was sich auf der unbewussten Ebene eines Systems abspielt. Aufstellungen ermöglichen Einblicke in das, was ein System zusammenhält, aber auch in das, was hindert oder ängstigt. Der Einsatz bringt für vielfältige Fragestellungen in sehr kurzer Zeit maximalen Erkenntnisgewinn und ermöglicht den Zugriff auf verborgene Ressourcen. Eine systemische Betrachtungsweise wird wichtiger, je komplexer und schwieriger sich die Firmenverhältnisse gestalten und je stärker sie durch äußere, fremdbestimmte Einflüsse geprägt sind.