Eine der größten Herausforderungen unseres Lebens ist es, uns immer wieder aus dem Gefängnis unserer eigenen Vorstellungen und Überzeugungen zu befreien. 

Was wäre das für ein Leben, wenn schon alles wäre, wie wir es uns wünschen?

Dann, so beantwortet Professor Gerald Hüther seine Frage, hätten wir keine Chance, das große Wunder unserer Gestaltungslust zu erfahren. Was bedeutet Mann-und-Frau-Sein im 21. Jahrhundert? Alte Sichtweisen sind längst überholt und haben ausgedient, auch wenn unsere Inneren Akteure, unsere Überzeugungen und Glaubenssätze sie noch mit großer Energie verteidigen. Solange wir ihnen dies zugestehen und unbewusst nach ihrer Pfeife tanzen, werden sich keine neuen Aussagen oder Konzepte entwickeln und durchsetzen.

Somit ist der erste Schritt, uns selbst zu befragen, nachzudenken was uns bewegt, was uns wichtig ist. Wie wollen wir künftig leben, in der Gemeinschaft und als Individuum? Nur wenn wir unsere Vorstellungen klar und eindeutig formulieren, gelingt es uns auch, entsprechend konsequentes Handeln unter Beweis zu stellen und einzufordern. Die politische Philosophin Hannah Arendt spricht von Macht, der Macht, andere zu veranlassen so zu handeln, wie es mir beliebt. Sie zeigt auf, dass dies nicht mit Gewalt verbunden sein muss. Der entscheidende Unterschied zwischen Macht und Gewalt zeigt sich darin, dass Gewalt von Instrumenten, Macht von Zahlen abhängig ist. Frauen und Männer gemeinsam verfügen über ungeahnte Macht. Also nutzen wir sie!

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