Dr. Ulrich Bauhöfer, Arzt und Meditationslehrer, ist der Überzeugung „wir laufen auf eine große Meditationswelle zu, weil die Leute das brauchen.“ Meditation – lange Zeit ein Relikt aus der Esoterik-Ecke – ist inzwischen wissenschaftlich erforscht und auf dem Siegeszug durch die Führungsetagen. Bauhöfer stellt klar: „Da ist null Esoterik im Spiel.“ Vielmehr gehe es darum, den menschlichen Körper als biologisches Unternehmen zu betrachten und zu erkennen, dass das Geheimnis von Führungsstärke (sowohl im Innen als auch im Außen) im intelligenten Energiemanagement liegt. Während zu meditieren für altgediente Führungskräfte noch eine Revolution bedeutet, ist es für den Führungsnachwuchs inzwischen so selbstverständlich wie Joggen. Seelische Fitness steht hoch im Kurs in einem sich schnell verändernden Umfeld. Der beste Quell kreativer und innovativer Ideen liegt in uns selbst. Meditation unterstützt uns dabei, ruhig zu werden und nach Innen zu lauschen. Das stille Sitzen hat positive Auswirkungen auf die Steuerung unserer Emotionen, Gesundheit, Wahrnehmung und unseres Verhaltens – kurzum auf alles was uns dabei unterstützt, die Herausforderungen des Alltags erfolgreich zu meistern.

Wie populär und wissenschaftsfähig sich Meditation mittlerweile positioniert, lässt nicht zuletzt der interdisziplinäre Kongress zur Meditations- und Bewusstseinsforschung erahnen, der seit 2010 in zweijährigem Turnus in Berlin stattfindet und daher in 2020 bereits in seine sechste Runde geht.