Angst ist das Gefühl unserer Zeit

… davon zeugt das Ergebnis einer Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Obwohl es uns in Deutschland wirtschaftlich sehr gut geht, wir die Finanzkrise weitgehend unbeschadet überstanden haben, die Arbeitslosenzahlen in vielen Städten im einstelligen Bereich liegen und die Angst vor Terrroranschlägen bislang nur ein Schreckgespenst ist, blicken 55% der Deutschen sorgenvoll in die Zukunft.

Dabei ist die Angst, die sich in unserem Land ausbreitet wie eine Flutwelle, vielschichtig und nicht zu greifen. Es ist die Angst vor Krieg und Terror, die Angst vor zunehmender Globalisierung und ihren Folgen, die Angst mit dem technischen Fortschritt nicht Schritt halten zu können, Angst vor Arbeitsplatzverlust, vor Altersarmut, vor Versagen, vor dem Immobilien-Crash ….

Mit latenter Angst geht einher, dass sie uns stresst. Sie raubt uns nachts den Schlaf und am Tag unsere Unbeschwertheit und Kreativität. Doch genau das brauchen wir, um uns in wirklich schwierigen Situationen aus der Misere befreien zu können. Wir müssen Prioritäten setzen, erkennen was uns wirklich wichtig ist, uns an Weggabelungen entscheiden und voll Vertrauen Neuem entgegen gehen.

Dafür gibt es viele Ansätze und unterschiedliche Wege. Wenn Sie die „German Angst“ auch schon erfasst hat, dann ist es an der Zeit, dem Schreckgespenst ins Gesicht zu sehen. Nur Ängsten denen man bewusst begegnet, kann man auch die Stirn bieten.

Mein Tipp:

Wenn Sie eh schon gedanklich in Weltuntergangsszenarien schwelgen, dann treiben Sie es auf die Spitze.
Fordern Sie Ihre Angst heraus: „Los, sag schon, was kann noch schlimmeres passieren? War das schon alles? Mehr hast Du nicht auf Lager?“

Und siehe da, wenn Sie Ihrer Angst den Freiraum geben, sich so richtig auszutoben, wird sie am Ende kleiner und kleiner, wenn sie ihre ganze Munition verschossen hat. Und Sie haben sich damit beschäftigt, was „worst case“ bedeuten könnte. In den meisten Fällen rückt das die Realität schnell wieder in ein „rosa Licht.“

Wer rettet wen?

Der Film lief im Kino. Am späten Nachmittag, in einem Kinosaal mit rund 50 Plätzen. Wir waren nur zu dritt…

Als 2008 die Bankenkrise über Europa hereinbrach, flossen Steuergelder in Milliardenhöhe in die Rettung der Banken. Was seither Jahr für Jahr immer stärker spürbar wurde, ist die damit einhergehende gesellschaftliche Krise: Die soziale Ungerechtigkeit ist so groß wie nie zuvor. Es wird immer deutlicher, dass die Rettungsschirme gar nicht nötig gewesen wären, hätten die Staaten der Krisenländer mit einer „Good Bank“ die Hauptfunktionen des Bankensystems übernommen. Und wäre die Bankenlobby politisch nicht so extrem einflussreich.

„Wer rettet wen“ ist ein bewegender Report über die Eurokrise, die damit verbundenen Schicksale, die Suche nach Lösungen und die Macht des Geldes. Aber auch ein Film darüber, wie sehr wir Menschen an die Macht des Geldes glauben und in welchem Ausmaß wir ihr scheinbar ausgeliefert sind. Wer rettet wen erzählt aber auch von Menschen, wie zum Beispiel in Island, die sich aktiv engagiert und grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erzielten. Er macht Mut, aus alten Mustern auszusteigen und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

https://whos-saving-whom.org/index.php/de/

TIPP:
Zum einen empfehle ich, den Film anzuschauen. Zum anderen rege ich an, sich mit der Frage „Was kommt nach dem Geld“? zu beschäftigen.

Auch wenn der Euro bleibt und die Systeme sich stabilisieren ist es wahrscheinlich, dass der Motor „Geld“ in unserer westlichen Gesellschaft künftig über weniger PS verfügt. Was tun wir Menschen, wenn die Möglichkeiten zu Konsum, dem Erleben von immer neuen Events und Lust nach materiellem Streben sinkt? Was, wenn Baumärkte leerer werden, Restaurants schlechter besucht sind, Einkaufswelten verwaisen und Eventlocations häufiger leer stehen?

Womit beschäftigt sich dann der Mensch? Womit füllen wir unsere Zeit? Welche Werte kennzeichnen unser Zusammenleben? Rücken wir näher zusammen, wenn die Masken des äußeren Scheins nicht mehr von so großer Bedeutung sind? Wie bewältigen wir den Wandel, der nicht nur einer im Außen stattfinden kann.

Die Arbeit an unseren Überzeugungen, Glaubenssätzen und Rollenmustern ist hierzu von entscheidender Bedeutung. Je eher wir damit beginnen, desto leichter gelingt uns die persönliche Veränderung. Und nur über die sind wir in der Lage, den Wandel im Außen aktiv mitzugestalten

 

Die Angst vor sich selbst

Immer wieder stelle ich mir in Gesprächen die Frage, wovor Menschen am meisten Angst haben?
1. Vor dem Coach ?
2. Vor Veränderung?
3. Vor sich selbst?

Ja, so manch einer sieht mich verwundert an, wenn ich sage „Ich bin Coach“. „In welcher Sportart?“ schwebt als unausgesprochene Frage dann oftmals spürbar im Raum. Mein „Ich unterstütze Sie beim Finden individueller Antworten und Lösungen“ bewegt das Gegenüber dann auch schon mal zu „Mir wäre lieber, Sie würden mir gleich die richtigen Antworten liefern“. Aber genau das macht ein Coach nicht. Meine Aufgabe ist es, Menschen dabei zu unterstützen, sich ihrer persönlichen Stärken und ihrer eigenen Problem-Lösungskompetenz bewusst zu werden und diese konsequent einzusetzen.
Und Angst vor Veränderung? Kann es sein, dass wir Angst haben, obwohl der Wandel allgegenwärtig ist? Wirtschaft, Geldsystem, Umwelt, Ernährung, Arbeitsmarkt, Immobilienblase, globale Krisen, technischer Fortschritt …. schnelllebig, wenig verlässlich, in stetem Wandel begriffen. Glücklich, wer neben zig virtuellen Freunden, noch über ein intaktes Netzwerk intensiv gelebter realer Beziehungen verfügt. Das alles kann uns verunsichern, aber es gibt wohl kaum noch Menschen die ernsthaft glauben, dass ihr Leben über Jahre hinweg von Veränderungen verschont bleibt. Entscheidend ist es, zur rechten Zeit aktiv an der Entstehung von Neuem mitzuwirken und es in sein Leben einzuladen.
Also bleibt Drittens. Die Angst vor sich selbst, vor der eigenen Stärke. Davor, etwas zu entdecken das man in sich spürt, aber vor langer Zeit in die hinterste Ecke seines Selbst verbannt hat. Manchmal flackert es auf, zögerlich und leise. Doch ohne unser aktives Zutun vergeht dieser Impuls, wie so oft zuvor und wohl auch in Zukunft. Was es war und ist können wir nicht konkret benennen, die damit verbundenen Gefühle wollen wir gar nicht näher untersuchen. Gut, dass unser Alltag es uns so leicht macht, sich abzulenken. Es gelingt mühelos, den Fokus auf den nächsten Termin, das nächste Event, die nächste Irgendwas zu richten. Auch dann, wenn es offensichtlich ist, dass eine Entscheidung ansteht, dass wir unser Ziel aus den Augen verloren haben, dass wir uns unwohl fühlen, weil sich Situationen oder Beziehungen nicht mehr stimmig anfühlen.

Das, was in uns ist, macht uns Angst. Wir machen uns Angst. Unsere eigene Größe und Stärke macht uns Angst. Das, was wir – wenn auch aus gutem Grund – bisher nicht vollständig leben oder leben konnten. In der Anerkennung für uns selbst unser größtes Potenzial. 

Es gibt viele Möglichkeiten, die Sie zielgerichtet dabei unterstützen, Ihr ganzes Potenzial nachhaltig zu leben. Coaching ist eine davon.
Coaching hilft Ihnen, verborgene Talente ans Licht zu bringen, sie zu aktivieren und gezielt in Ihren Lebensalltag einzubetten. Darüber generieren Sie mehr von dem, was Ihnen wichtig ist: Mehr Selbstvertrauen, mehr Selbstbewusstsein, stärkere Zielorientierung, mehr Entscheidungssicherheit, mehr Ausgewogenheit, mehr Erfolg.

Probieren Sie es aus und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Gesprächstermin.

Die innere Balance und ihre Saboteure

Wie Life, Work und Sie selbst wieder ins Gleichgewicht kommen.

Stress, Hektik, Zeitmangel, Burn-out, Erschöpfung. Diese Worte begleiten das tägliche Tun und Sein vieler Menschen in unterschiedlicher Ausprägung. Oftmals ist schnell der Grund gefunden: Job, Chef, Kollegen, Partner, Kinder, Familie, Bildungssystem, Verkehrssystem, …der, die, das,… Irgendwas. Wir fühlen uns körperlich, geistig und seelisch nicht wohl. Kleine Auszeiten bringen keine Erholung, sondern werden zu einer weiteren Belastung. Wir können nicht mehr abschalten. Unerledigtes und Ungeklärtes sitzen uns im Nacken. Die Schuldfrage wird zum zentralen Thema für Abhilfe und Linderung.

Hier sind Sie, die „Schuldigen“:

Unser Antreiber. Er gönnt uns keine Pausen, sondern erinnert uns laufend an alles, was seiner Ansicht nach auf Erledigung wartet.
Unser Perfektionist. Er sorgt dafür, dass wir selbst die Messlatte für unsere Ergebnisse auf 120% legen.
Unsere Neiderin. Sie misst uns laufend an Menschen, die vermeintlich erfolgreicher, schlanker, schöner, wohlhabender, selbstbewusster, weltgewandter sind als wir.
Unsere Undankbare. Sie würdigt nicht, welch wertvoller und wunderbarer Mensch wir sind. 

Diese Kraftpakete unserer Persönlichkeit von Quälgeistern in wertvolle Ressourcen zu verwandeln, gelingt über die intensive Arbeit mit dem inneren Team.

Tipp: Die bewusste Beobachtung der Inneren Personen ist ein zentraler Baustein meiner Coachings.

Die Inneren Personen sind Bilder für Teilbereiche unserer Psyche, die immer mit starken Gefühlen verbunden sind. Der Antreiber z.B. übernimmt immer dann die Regie, wenn Sie sich vornehmen zu entspannen. Genau in diesen Momenten sorgt er dafür, dass Ihnen all die Dinge einfallen, die Sie schon so lange erledigen wollen. Er lässt Sie, statt auf dem Sofa gemütlich ein Buch zu lesen, an die ungebügelte Wäsche, den nicht gemähten Rasen oder anderes denken. Solange, bis Sie das Buch zur Seite legen und sich der vom inneren Antreiber auferlegten Pflicht stellen.

Indem ich bewusst ZUHÖRE, erweitere ich meinen Horizont!

Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.

Ergreifen Sie die nächste Gelegenheit, ein interessantes Thema mit Kollegen, Freunden oder Ihrem Partner nicht nur inhaltlich zu diskutieren. Über den Austausch unterschiedlicher Sichtweisen und deren Ursprung, ergeben sich für beide Gesprächspartner völlig neue Perspektiven.

Mein Tipp: Hören Sie zu, ohne dabei bereits über Ihre Antwort nachzudenken. Vermeiden Sie Bewertungen. Fragen Sie nach, ob Sie Ihren Gesprächspartner richtig verstanden haben. Interessieren Sie sich dafür, warum er die Dinge so und nicht anders betrachtet. Machen Sie nicht den Inhalt, sondern die damit verbundenen Emotionen zum Thema. Nicht nur die des Gegenübers, sondern auch Ihre eigenen. Die Chance für Veränderung liegt genau da, wo unangenehme Erinnerungen wach werden.