SYSTEM ERROR

Impulsfrage: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

Als Mitglied des Deutschen Netzwerks für Wirtschaftsethik empfehle ich den Dokumentarfilm SYSTEM ERROR, der einen Ausblick die Zukunft des Kapitalismus und damit die unserer Gesellschaft bietet:  
Der zweifache Grimme Preis-Träger Florian Opitz macht sich auf die Suche nach einer Erklärung für einen der großen Widersprüche unserer Zeit: Warum sind wir so besessen vom Wirtschaftswachstum, obwohl wir wissen, dass es uns am Ende schadet? SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen – eines Systems, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab.

Link zum Film:

https://www.systemerror-film.de

Humanoide Sprachtrainer

Ein Beitrag im aktuellen Newsletter der Netzwerks für Wirtschaftsethik regt mich zu folgenden Gedanken an: Unsere modernen Kommunikationsmedien verführen dazu, sich über unseren sprachlichen Ausdruck immer weniger Gedanken zu machen. Das gilt für die Regeln der Sprache aber – und das oftmals noch mehr – für den Inhalt unserer Botschaften. Kurz und knapp, aggressiv da anonym, virtuell ohne Hintergrundinformationen oder aus der Laune und frei von der Leber weg. So manche ins Netz beförderte Botschaft irritiert einen beim Lesen nach dem Senden selbst ebenso wie den Empfänger – dank Autokorrektur führt mancher Tippfehler zu einer nahezu kryptischen Botschaft. Für den Alltag von Einkaufslisten oder Terminzusagen mag das tauglich sein. Doch für einen aufrichtigen Dialog, für das Austauschen von kreativen Gedanken oder tiefen Gefühlen ist es ungeeignet. Daher appelliere ich für ein aktives Sprachbewusstsein im zwischenmenschlichen Bereich: mit Herz und Verstand statt mittels halbautomatisiertem Austausch.

Diesen Aspekt greift Professor Dr. Priddat im Forum Wirtschaftsethik in einem Artikel rund um die „menschliche“ Maschine auf:

Wer mit Automaten unhöflich umgeht, den bedienen sie nicht

Nach meiner Einschätzung ist ein „return to sender“ immer da angebracht, wo der gute Ton mittels platter, diffamierender oder negativ wertender Aussagen verletzt wird.

 

 

 

Ein Rosen-Experiment

Bei der Betrachtung einer Rose läßt sich der Wechsel zwischen Konzentration und Entspannung wunderbar wahrnehmen. Wozu, werden Sie sich vielleicht fragen, soll das wichtig sein? Dieser Wechsel, von unserem rastlosen Strom analytischer Gedanken zu einem intuitiven Erkennen, ist ein wichtiger Baustein bei der Bewältigung von Stress.

So wie es möglich ist, eine Rose auf zweierlei Arten zu betrachten, gelingt dies mit einem gewissen Maß an Bewusstheit auch in unserem täglichen Erleben. Der temporäre Ausstieg aus dem Alltagsbewusstsein mit seinen Bewertungen, Abwägungen, Fiktionen und Überlegungen entlastet uns und unseren Organismus. Es entstehen Freiräume für neue Ideen, veränderte Eindrücke und kreative Lösungswege. Eine achtsame innere Haltung kann uns vor Stress schützen oder aber hilfreich sein, uns aus stressbehafteten Lebenssituationen zu befreien.

Das Rosen-Experiment:

1. Betrachten Sie die Rose ganz genau. Untersuchen Sie die Form der Blätter, der Blüte, kontrollieren Sie die Biegung der Blütenblätter, schauen Sie nach kleinen Defekten, definieren Sie die Farbe der Rose. Analysieren Sie alles ganz genau und benennen Sie Ihre Wahrnehmung.

2. Lassen Sie Ihren Blick weniger fokussiert werden. Schauen Sie ohne Anspannung auf die Blume. Nehmen Sie die Schönheit wahr, den Duft, die Perfektion und achten Sie auf das Gefühl, das der Anblick in Ihnen auslöst.

3. Wechseln Sie zwischen den beiden Betrachtungszuständen einige Male hin und her, um den Unterschied deutlicher zu erleben.

(Auszug aus Psychologie des Bewusstseins, Band 7, Wilfried Belschner)

 

 

Wie klingen Tulpen?

Wie klingen Tulpen? Haben Sie sich darüber schon einmal Gedanken gemacht? Zu hören gibt es das auf der CD Pflanzenmusik – www.florasonium.de

Doch viel wichtiger als der Hörgenuss ist die Erkenntnis, dass Tulpen tatsächlich Lebensenergie besitzen. Das, was in der Regel nur unser Auge und vielleicht noch unsere Nase (Duft der Blüten) wahrnimmt, ist nur ein Teil der Wahrheit, der eine Tulpe ausmacht. Das, was mit unseren Sinnen erfahrbar ist. Darüber hinaus gibt es etwas, dass sich unserer offensichtlichen Wahrnehmung nicht offenbart. Dazu braucht es ein Stillwerden und Fühlen oder wie bei der Pflanzenmusik die Unterstützung eines EEG. Egal wie wir die Ganzheit der Tulpen erfassen, es ist ein ergreifender Moment. Ich lade Sie ein, diese Erfahrung mit mir zu teilen und darüber nachzudenken, dass auch Menschen mehr sind, als auf den ersten Blick ersichtlich wird.

Weitere wertvolle Erkenntnisse habe ich auf einem Workshop der Kooperative Werden an der Nordsee gewonnen. Renommierte Wissenschaftler lieferten nicht nur aufschlussreiche Informationen zum Thema Bewusstsein und Bewusstseinsentwicklung, sondern luden zu Meditation und achtsamer Erfahrung ein. Allein diese Tatsache ist eine Sensation. Ganz erfüllt von den Erfahrungen und Erkenntnissen werde ich meine nächsten Blogs diesem Thema widmen. Wie dieses Mal die Tulpe, spielt im nächsten Blog eine Rose die Hauptrolle.

Bestellung der CD Springtime unter https://www.ppstudios.de

Näheres zum Thema unter https://www.florasonium.de/CD_Springtime.html

Wenn ich Chef wäre …

Was würden Sie auf die Frage, was Sie als Chef tun würden, antworten? 63% der Befragten in einer von Rundstedt Studie beendeten den Satz so: „Wenn ich Chef wäre, würde ich mehr Gespräche mit den Mitarbeitern führen“. An zweiter Stelle stand die Neuverteilung von Aufgaben nach Kompetenz und Neigung, gefolgt von Entscheidung zur Einführung flexibler Arbeitszeiten. Zudem würden 3/4 der 1.035 Befragten als Chef grundlegende Veränderungen im Unternehmen vornehmen.

Dies zeigt: Führung, die Mitarbeiter und deren Bedürfnisse in den Fokus nimmt, ist wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zukunft. Bedürfnisorientiert führen bedeutet, eine Balance zu finden, die den unterschiedlichen Anforderungen des Unternehmens, der Kunden, der Mitarbeiter und den ganz persönlichen von Führungskräften Rechnung trägt. Führung ist immer weniger Methodik und immer stärker eine Haltung. Das bedeutet, das Gegenüber mit seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen deutlich stärker wahrzunehmen und sich damit aktiv auseinanderzusetzen.

Näheres dazu in managerSeminare September 2016 und unter www.rundstedt.de

MB Coaching Regensburg

Coaching ist tot…

… es lebe das Bewusstseins-Training.

In meiner Arbeit mit Menschen sehe ich den Trend, dass viele von uns ihrem Wesenskern schon sehr genau auf der Spur sind. Männer, Frauen, Angestellte, Manager, Studenten, Schüler, Berufseinsteiger, Familienfrauen, Umschüler, Aufsteiger und viele Andere holen sich in einer Sitzung mit mir oftmals nur noch eine zusätzliche Portion Sicherheit, um Pläne oder Entscheidungen in die Tat umzusetzen. Somit bezahlen meine Klienten mich nicht für meinen Input, sondern für IHREN kreativen OUTPUT.

In den letzten 10 Jahren fand ein signifikanter Anstieg des persönlichen Bewusstseins statt. Was einst mit den 68ern startete, sich unter den Begriffen Esoterik und Spiritualität belächelt einen Weg in die westliche Welt bahnte, ist heute bereits en vogue. „Bewusstseinsentwicklung“ fand als Ausgleich zu unserem mechanistischen Weltbild ihren Weg in unseren Kulturkreis. Meditation, Yoga, Kampftechniken, Ayurveda und vieles mehr sind allgegenwärtig. Die Begriffe Bewusstsein und Achtsamkeit halten Einzug in unsere rational geprägte Gesellschaft. Schauspieler ersetzen Personaltrainer durch Yogalehrer und bekennen sich offen zum Buddhismus. Selbst im Management ist es in Mode, sich zur Regeneration mit Meditation in ein Kloster zurückzuziehen. Es scheint die Sehnsucht nach dem SEIN und danach, Erfolg aus neuen Quellen zu schöpfen. In einem Film über die positiven Auswirkungen der Meditation sprach eine Teilnehmerin über das Glück das sie empfindet, wenn sie sich ganz auf sich selbst konzentrieren und aus der dabei entstehenden Ruhe neue Kraft schöpfen kann.

Dieses Glück, da ist sie sicher, können weder ein neues Auto noch ein schönes Schmuckstück oder andere materielle Güter dem Menschen schenken. Inzwischen gilt es als wissenschaftlich erwiesen, dass Meditation sich fördernd auf unseren Gesundheitszustand auswirkt. Wer regelmäßig meditiert, ist stärker in Kontakt mit sich selbst und damit eher in der Lage Stress rechtzeitig abzubauen. Durch das Fokussieren der Aufmerksamkeit auf den Moment stellen sich zunehmend Glücksgefühle ein, was sich unterstützend auf die Bewältigung des Alltags auswirkt.

Wenn Sie schon gut in Kontakt mit Ihrer Innenwelt sind, dann wünsche ich Ihnen weiterhin viele erhellende Erkenntnisse auf Ihrem Weg zu sich selbst.

Wer in diesem Bereich noch unsicher unterwegs ist, dem sei Bewusstseins-Training ans Herz gelegt.

Und wenn Sich sich für den Film über Mediation interessieren, folgen Sie dem Link:

https://stoppingderfilm.org/home

Wer rettet wen?

Der Film lief im Kino. Am späten Nachmittag, in einem Kinosaal mit rund 50 Plätzen. Wir waren nur zu dritt…

Als 2008 die Bankenkrise über Europa hereinbrach, flossen Steuergelder in Milliardenhöhe in die Rettung der Banken. Was seither Jahr für Jahr immer stärker spürbar wurde, ist die damit einhergehende gesellschaftliche Krise: Die soziale Ungerechtigkeit ist so groß wie nie zuvor. Es wird immer deutlicher, dass die Rettungsschirme gar nicht nötig gewesen wären, hätten die Staaten der Krisenländer mit einer „Good Bank“ die Hauptfunktionen des Bankensystems übernommen. Und wäre die Bankenlobby politisch nicht so extrem einflussreich.

„Wer rettet wen“ ist ein bewegender Report über die Eurokrise, die damit verbundenen Schicksale, die Suche nach Lösungen und die Macht des Geldes. Aber auch ein Film darüber, wie sehr wir Menschen an die Macht des Geldes glauben und in welchem Ausmaß wir ihr scheinbar ausgeliefert sind. Wer rettet wen erzählt aber auch von Menschen, wie zum Beispiel in Island, die sich aktiv engagiert und grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erzielten. Er macht Mut, aus alten Mustern auszusteigen und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

https://whos-saving-whom.org/index.php/de/

TIPP:
Zum einen empfehle ich, den Film anzuschauen. Zum anderen rege ich an, sich mit der Frage „Was kommt nach dem Geld“? zu beschäftigen.

Auch wenn der Euro bleibt und die Systeme sich stabilisieren ist es wahrscheinlich, dass der Motor „Geld“ in unserer westlichen Gesellschaft künftig über weniger PS verfügt. Was tun wir Menschen, wenn die Möglichkeiten zu Konsum, dem Erleben von immer neuen Events und Lust nach materiellem Streben sinkt? Was, wenn Baumärkte leerer werden, Restaurants schlechter besucht sind, Einkaufswelten verwaisen und Eventlocations häufiger leer stehen?

Womit beschäftigt sich dann der Mensch? Womit füllen wir unsere Zeit? Welche Werte kennzeichnen unser Zusammenleben? Rücken wir näher zusammen, wenn die Masken des äußeren Scheins nicht mehr von so großer Bedeutung sind? Wie bewältigen wir den Wandel, der nicht nur einer im Außen stattfinden kann.

Die Arbeit an unseren Überzeugungen, Glaubenssätzen und Rollenmustern ist hierzu von entscheidender Bedeutung. Je eher wir damit beginnen, desto leichter gelingt uns die persönliche Veränderung. Und nur über die sind wir in der Lage, den Wandel im Außen aktiv mitzugestalten

 

„Und nie mehr grüßt das Murmeltier“

Lust darauf,   
– Ihren Chef im nächsten Meeting zu überraschen?
– eine endlose Diskussion erfolgreich zu einem Ende zu bringen?
– die lästernde Kollegin sprachlos zu machen?

Dann lesen Sie, wie das gelingen kann……

Sie kennen Situationen, in denen Sie denken „immer wieder das gleiche Spiel„? Sie seufzen innerlich und wünschten, es würde wenigstens diese eine Mal anders laufen? Und doch gelingt es Ihnen nicht, aus dem Karussell auszusteigen und der Situation einen neuen Verlauf zu geben?

Keine Sorge, Sie sind in guter Gesellschaft. Den Großteil unseres Lebens bestreiten wir im Autopilot-Modus. Dafür sorgen im Gehirn gespeicherte Muster, die wir nutzen, um uns in der Welt zurechtzufinden. Wir brauchen diese Bilder, um Handlungen zu planen, Herausforderungen anzunehmen und auf Bedrohungen zu reagieren. Aufgrund dieser inneren Bilder erscheint uns etwas schön und attraktiv oder abstoßend und negativ. Innere Bilder beeinflussen, wie und wofür wir unser Gehirn benutzen. Erst wenn wir beginnen diese inneren Bilder zu verändern, wandeln sich unsere Erfahrungen im Außen.

Die gute Nachricht ist, das unser Gehirn lebenslänglich veränderbar ist. Der Neurobiologe Gerald Hüther macht in seiner Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn Mut, unseren Impulsen zu vertrauen, sobald sie „Veränderung“ signalisieren. Auch wenn diese immer einen Angriff auf unsere innere Ordnung darstellt. Sobald wir eine Entscheidung gefällt haben und diese konsequent verfolgen, entsteht in unserem Gehirn eine neue Datenautobahn, auf der wir unser Ziel schnell erreichen. Sind wir bereit und willensstark genug, gelingt es uns, die durch Gewohnheit gebildeten Verschaltungen im Gehirn aufzulösen. Und das, obwohl unser Gehirn sein Bestes gibt, um das abgespeicherte Bild von unserer Welt aufrechtzuerhalten.

Wir müssen dazu lernen, die Welt nicht mehr nur abzuscannen oder durch eine enge Brille zu betrachten, sondern das, was draußen geschieht, in uns hineinlassen. Am schnellsten und nachhaltigsten gelingt die angestrebte Veränderung mit der Unterstützung durch einen professionellen Coach.

Nächste Blogbeiträge im März:
15. März „Raus aus den alten Schuhen – Jobwechsel und mehr“

29. März „Neues im Blick“