Die innere Balance und ihre Saboteure

Wie Life, Work und Sie selbst wieder ins Gleichgewicht kommen.

Stress, Hektik, Zeitmangel, Burn-out, Erschöpfung. Diese Worte begleiten das tägliche Tun und Sein vieler Menschen in unterschiedlicher Ausprägung. Oftmals ist schnell der Grund gefunden: Job, Chef, Kollegen, Partner, Kinder, Familie, Bildungssystem, Verkehrssystem, …der, die, das,… Irgendwas. Wir fühlen uns körperlich, geistig und seelisch nicht wohl. Kleine Auszeiten bringen keine Erholung, sondern werden zu einer weiteren Belastung. Wir können nicht mehr abschalten. Unerledigtes und Ungeklärtes sitzen uns im Nacken. Die Schuldfrage wird zum zentralen Thema für Abhilfe und Linderung.

Hier sind Sie, die „Schuldigen“:

Unser Antreiber. Er gönnt uns keine Pausen, sondern erinnert uns laufend an alles, was seiner Ansicht nach auf Erledigung wartet.
Unser Perfektionist. Er sorgt dafür, dass wir selbst die Messlatte für unsere Ergebnisse auf 120% legen.
Unsere Neiderin. Sie misst uns laufend an Menschen, die vermeintlich erfolgreicher, schlanker, schöner, wohlhabender, selbstbewusster, weltgewandter sind als wir.
Unsere Undankbare. Sie würdigt nicht, welch wertvoller und wunderbarer Mensch wir sind. 

Diese Kraftpakete unserer Persönlichkeit von Quälgeistern in wertvolle Ressourcen zu verwandeln, gelingt über die intensive Arbeit mit dem inneren Team.

Tipp: Die bewusste Beobachtung der Inneren Personen ist ein zentraler Baustein meiner Coachings.

Die Inneren Personen sind Bilder für Teilbereiche unserer Psyche, die immer mit starken Gefühlen verbunden sind. Der Antreiber z.B. übernimmt immer dann die Regie, wenn Sie sich vornehmen zu entspannen. Genau in diesen Momenten sorgt er dafür, dass Ihnen all die Dinge einfallen, die Sie schon so lange erledigen wollen. Er lässt Sie, statt auf dem Sofa gemütlich ein Buch zu lesen, an die ungebügelte Wäsche, den nicht gemähten Rasen oder anderes denken. Solange, bis Sie das Buch zur Seite legen und sich der vom inneren Antreiber auferlegten Pflicht stellen.

Autopilot: fristlos gekündigt!

Wir alle sind süchtig nach positiven Emotionen. Doch statt sie aus uns heraus laufend neu zu generieren, suchen wir immer wieder das „gleiche Glück“.

Unser Gehirn entscheidet in einem Bruchteil von Sekunden, ob etwas gut oder schlecht für uns ist. Diese Entscheidung basiert auf alten Erfahrungen und steuert unser Verhalten in stereotyper Form, ohne dass wir sie hinterfragen. So lehnen wir alles ab, was mit dem Etikett „negativ“ verbunden ist, ohne zu erkennen, dass keine Situation der anderen gleicht. In diesem Autopilot-Modus können keine neuen Erfahrungen entstehen. Erst wenn wir unsere Reaktionen in Frage stellen und erkennen, dass jeder Moment unseres Lebens neu und anders ist, können wir Veränderung generieren.

Dies ist nicht wichtig, wenn Sie nach der immer gleichen Marmeladensorte im Supermarktregal greifen, aber es ist von entscheidender Bedeutung, wenn in einem Ihrer Lebensbereiche Stress entsteht. Egal ob Mobbing, Burnout, Misserfolg, zwischenmenschlicher Konflikt – was uns auch widerfährt, es ist immer eine Aufforderung zu agieren und aufzuhören nur zu reagieren.

Die Qual der Wahl

Dem portugiesischen Neurowissenschaftler António Damásio haben wir das Wissen zu verdanken, dass Gefühle und Körperempfindungen ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Vernunft sind. Unsere Erfahrungen werden im „emotionalen Erfahrungsgedächtnis“ gespeichert, das Damásio als „somatische Marker“ bezeichnet. Die somatischen Marker geben uns bei anstehenden Entscheidungen Rückmeldung in Form von Körpersignalen und sorgen dafür, dass zunächst alle emotional nicht tragbaren Handlungsmöglichkeiten ausgeschlossen werden. Sie befreien uns von der Qual der Wahl.

Dies ist nicht entscheidend, wenn wir wie gewohnt zu einer bestimmten Sorte Marmelade im Supermarktregal greifen, weil sie uns immer wieder mit schönen Kindheitserinnerungen in Kontakt bringt. Oder wenn wir täglich den selben Weg zur Arbeit oder wiederholt die Berge statt das Meer als Urlaubsziel wählen. Es ist jedoch von Belang, wenn wir gefordert sind, neue Facetten des Lebens zu erforschen, Fortschritt zu generieren und uns auf veränderte Bedingungen einzustellen.

Der Weg zu bewussten Lebensentscheidungen wird frei, sobald wir verstehen, dass unser Erfahrungsgedächtnis uns nicht nur unterstützt, sondern in hohem Maße auch manipuliert.

Interessanter Artikel zur Qual der Wahl von Maja Storch

https://majastorch.de/download/GG_somatische_marker.pdf

 

Unsere Welt braucht Visionäre!

Laut Deepak Chopra, einem indischen Arzt und Autor, haben wir circa 60.000 Gedanken täglich. Das Beunruhigende daran ist, dass 95 Prozent unserer Gedanken von heute identisch sind mit denen, die wir gestern hatten. (mehr …)

Indem ich bewusst ZUHÖRE, erweitere ich meinen Horizont!

Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.

Ergreifen Sie die nächste Gelegenheit, ein interessantes Thema mit Kollegen, Freunden oder Ihrem Partner nicht nur inhaltlich zu diskutieren. Über den Austausch unterschiedlicher Sichtweisen und deren Ursprung, ergeben sich für beide Gesprächspartner völlig neue Perspektiven.

Mein Tipp: Hören Sie zu, ohne dabei bereits über Ihre Antwort nachzudenken. Vermeiden Sie Bewertungen. Fragen Sie nach, ob Sie Ihren Gesprächspartner richtig verstanden haben. Interessieren Sie sich dafür, warum er die Dinge so und nicht anders betrachtet. Machen Sie nicht den Inhalt, sondern die damit verbundenen Emotionen zum Thema. Nicht nur die des Gegenübers, sondern auch Ihre eigenen. Die Chance für Veränderung liegt genau da, wo unangenehme Erinnerungen wach werden.