Altersvorsorge auf Beinen?

Ein Mann ist keine Altersvorsorge lautet der Titel eines neu erschienenen Buches, das ich Männern und Frauen gleichermaßen ans Herz lege. Die Inhalte passen gut zum Thema des Monats Wie wir in Zukunft leben und arbeiten wollen“.

Helma Sick und Renate Schmidt fordern in ihrem Ratgeber „Ein Mann ist keine Altersvorsorge“ auf der einen Seite politische Entscheidungen und auf der anderen Seite mehr individuelle Selbstverantwortung, um die Situation für Männer und Frauen in unserer heutigen Gesellschaft zu verändern. Die Bandbreite für das Erreichen finanzieller Unabhängigkeit sehen sie neben Reformen vor allen in der Aufklärung zu Güterstand, Scheidungs- und Unterhaltsrecht, den Folgen einer unterbrochenen Erwerbstätigkeit. Sie werten die bestehenden steuerlichen und sozialversicherungsrelevanten Regelungen eindeutig als Bevorzugung der klassischen Rollenverteilung. Hochgerechnet erleichtern die Anreize aus Ehegattensplitting und die Ersparnis in der Sozialversicherung die Entscheidung für das Hausfrauen-Dasein. Diese Belohnung des Ausstiegs aus dem Berufsleben, mit Blick auf die Situation auf dem Arbeitsmarkt, sei mehr als fragwürdig. Und auch nicht weitsichtig, da jede längere Unterbrechung des Erwerbslebens ein Schritt in Richtung Altersarmut sein kann.

Doch trotz aller Empfehlungen von Experten halten die Politiker daran fest, aus Angst vor den Konsequenzen einer Veränderung des Status Quo an den Wahlurnen. Bleibt für die Regelung der Big Points noch die individuelle Absprache zwischen Frau und Mann, wie man sich eine gemeinsame Zukunft vorstellt. Und im zweiten Schritt über die vertragliche Regelung der getroffenen Vereinbarungen. Es ist ganz entscheidend mündliche Absichtserklärungen auch in Konsequenzen umzumünzen, um den zwangsläufig in der Beziehung einkehrenden Alltag auf lange Sicht konfliktfrei gestalten zu können. Doch Verträge, die das Zusammenleben in Ehe und Partnerschaft regeln, sind noch immer eine Seltenheit. Hier treffen Gefühl und Verstand aufeinander und die geltenden Rollenmuster greifen mit aller Macht: „Es geht also um Liebe, die nicht in ihren Anfängen Misstrauen säen und schon ihr Scheitern für möglich halten will, um Machtstrukturen, die nicht so schnell aus den Köpfen zu scheuchen sind, und um gesellschaftlich gewachsene und verinnerlichte Rollenbilder“ resümieren die Autorinnen.

Mehr dazu unter:

https://www.mittelbayerische.de/wirtschaft-nachrichten/hausfrau-sein-darf-sich-nicht-lohnen-21840-art1221931.html

 

Horizonte erweitern…

…über einen Impuls-Workshop „persönliche Wahrheit“

Heute geht es um das Wort „Wahrheit“.
Wann ist etwas wahr? Gibt es nur eine Wahrheit? Ist etwas, das für uns wahr ist, auch allgemein gültig?
Die Antwort lautet NEIN. Es mag den Anschein haben, aber es gibt keine absolute Wahrheit. Jeder Mensch hat seine ganz persönliche.

Der Himmel ist blau? Ja, wenn die Sonne scheint. Nein, wenn jemand blind ist.
Es ist Winter? Ja, aber immer nur auf einem Teil der Erdhalbkugel.
Es ist 12:23 Uhr? Ja, aber nur für alle Menschen, die sich in der gleichen Zeitzone befinden.

Die Welt in der wir leben, ist in vielen Bereichen normiert. Das vermittelt uns das Gefühl von „Wahrheit“. In der Regel akzeptieren wir Dinge und hinterfragen nicht. Wir halten sie für wahr. Problematisch wird es, wenn wir mit Menschen in Kontakt kommen, die aus anderen Kulturkreisen stammen, einem anderen Umfeld kommen oder deren Lebenssituation sich völlig von unserer unterscheidet. An diesem Punkt müssen wir – um ein Miteinander statt ein Gegeneinander entstehen zu lassen  – unsere Wahrheit in Frage stellen.

Dies ist kein sehr schwieriges Unterfangen, obwohl unsere Sicht der Dinge oft tief in den Synapsen unseres Gehirns verankert und mit starken Emotionen gekoppelt ist. Jeder macht im Lauf seines Lebens unterschiedliche Erfahrungen, die diese individuelle Wahrheit abbilden. So wie Menschen sich äußerlich unterscheiden, liegen auch die persönlichen Wahrheiten unter Umständen diametral auseinander. Statt zu kämpfen, sobald unsere persönliche Wahrheit in Frage gestellt wird, liegt die Aufgabe darin, diese Unterschiede zu erkennen, anzuerkennen und zu kommunizieren. 

Hier liegt die Herausforderung, aber auch die Chance für persönliche, unternehmerische und gesellschaftliche Weiterentwicklung. Die Grundlage, damit Konzepte zur Förderung des Miteinander funktionieren – egal ob unternehmerische, politische oder persönliche –  muss auf der persönlichen Ebene gelegt werden. Unternehmer, Arbeitnehmer, Teammitglieder, Führungskräfte, Partner, Kunden, Politiker, Mitmenschen, wir müssen alle lernen, unsere persönlichen Wahrheiten zu hinterfragen. 

Die Herausforderung ist, sich darauf einzulassen. Es ist nicht schwer, wenn auch manchmal vielleicht nicht angenehm. Haben wir uns erst einmal dafür entschieden und den Mechanismus verstanden, erkennen wir, dass wir unsere Wahrheit nicht verlieren. Wir verstehen sie nur besser, erkennen, dass sie in einem bestimmten Kontext entstanden ist, und können sie nach Belieben erweitern.

Als Initialzündung hierfür empfiehlt sich ein halbtägiger Impuls-Workshops für Teams und bestimmte Mitarbeitergruppen.
Der Workshop unterstützt Sie bei der erfolgreichen Umsetzung Ihrer Diversity-Konzepte.

https://www.marion-bermeiser.de/anfrage/

 

Investieren Sie in die Energie der Stärke

Immer mehr Unternehmen sehen im konsequenten „Management von Unterschieden“ eine Chance und einen klaren Wettbewerbsvorteil. Sie entwickeln Konzepte zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern oder zur Harmonisierung von kulturellen Unterschieden. Darüber hoffen Konzerne und Unternehmen auf mehr Zufriedenheit der Mitarbeiter, die Steigerung der Problemlösungs-Kompetenz in Teams und einen klaren Vorteil beim Recruiting qualifizierter Mitarbeiter.

Ich habe schon einiges zum Thema Diversity gebloggt, möchte heute jedoch einen ganz individuellen Aspekt zum „Diversity Management“ aufgreifen:

„Die Unterschiedlichkeit individueller Stärken“

Diversity Management gelingt nur dann, wenn Menschen ihre persönlichen Stärken kennen, anerkennen, benennen können, zielgerichtet managen und sinnstiftend einbringen. Marcus Buckingham und Donald O. Clifton sind der Meinung: „Der größte Spielraum für die Leistungssteigerung liegt bei jedem einzelnen Menschen in den Bereichen ihrer oder seiner größten Stärken“. Von 34 Talenten verfügt jeder Mensch über mindestens fünf, die er für so selbstverständlich hält, dass er sie nicht mehr als individuelle Stärke erkennen kann.

Statt diesen persönlichen Schatz zu perfektionieren (= unsere Stärken zu stärken), verwenden wir viel Lebens-Energie darauf, vermeintliche Schwächen auszugleichen. Das gleicht einem Kampf gegen Windmühlen. Ein sinn- und nutzloses Unterfangen, in das viele Unternehmen auch noch Geld in Form von Seminaren investieren.

Tipp:
Talente sind Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster, die bereits im Kindesalter entstehen. Sie sind ein fester Bestandteil unseres Wesens und unterscheiden sich somit von erlerntem Wissen, das wir uns im Lauf des Lebens aneignen.
Je nach persönlicher Stärke gelingt es uns unter Umständen leichter, eine Strategie zu entwickeln, als zu fremden Menschen schnell Kontakt aufzubauen.
Oder jemand ist perfekt darin, Projekte diszipliniert und erfolgreich umzusetzen, fühlt sich jedoch unwohl bei einem Brainstorming zur Entwicklung innovativer Ideen.

Machen Sie sich Ihre persönlichen Stärken bewusst und beginnen Sie, diese zu würdigen und bewusst einzusetzen!
Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Ihrer Talente einen der Top-5-Plätze im Stärken-Contest gewinnen, unterstütze ich Sie gerne mit einem individuellen Potenzialcheck.

 

 

Vielfalt als neuer Bestandteil der Unternehmenspolitik

In der Veranstaltungsreihe „zu Gast bei Freunden“ lud die OTH-Regensburg am 26.11.2014 Unternehmen, Alumni, Studierende und Interessierte zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch zum Thema Diversity Management ein.

„Diversity Management“, das Management personeller Vielfalt, ist zu einem festen Bestandteil der Unternehmens- und Personalpolitik geworden. Professoren und Vertreter aus der Wirtschaft referierten 

  • zur Bedeutung personeller Vielfalt für Unternehmen und Mitarbeiter
  • zu konzeptionellen und strategischen Überlegungen für ein Diversity Management
  • Best Practice Beispielen

Die Veranstaltung machte deutlich, welche Bedeutung dem Diversity Management zukommt, um den Megatrends

– Nachlassendes Wirtschaftswachstum
– Demografischer Wandel
– Generationenvielfalt
– Neue Lebenswirklichkeiten

erfolgreich begegnen zu können. Es geht bereits nicht mehr um ein JA oder NEIN zum Diversity Management, sondern vielmehr darum, wie schnell sich Konzepte und Instrumenten entwickeln lassen, um auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter zu reagieren.

Starten Sie mit Diversity Management noch heute und nutzen Sie die Vorteile der in Ihrem Unternehmen bereits vorhandenen Vielfalt optimal aus. Unterstützend hierzu bieten sich meine Coachings und Seminare an.

 

Chef der größten deutschen Strategieberatung fordert mehr weibliche Topmanager

„Männlich“ und „Weiblich“ stehen für zwei sich ergänzende Prinzipien. Dies sind die zwei Seiten einer Medaille in jedem Menschen – unabhängig vom Geschlecht. Aus der Harmonie beider Prinzipien entstehen Entscheidungen, die sowohl materiellen Überlegungen als auch sozialen und ökologischen Aspekten gleichermaßen gerecht werden. Ein Muss für die Führungskräfte von morgen.

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