Neues im Blick

Die großen Visionäre unserer Welt sind in der Lage, sich den Programmierungen durch ihre Außenwelt weitgehend zu entziehen. Statt breite Datenautobahnen im Gehirn zu entwicklen, sorgen sie dafür, dass möglichst viele kleine und verzweigte Wege entstehen. Damit sind sie frei, ihren Träumen und den der Anderen zu lauschen. Sie bemerken, was um sie herum geschieht. Sie sind fähig, auf Veränderungen frühzeitig und kreativ zu reagieren.

Damit Sie Ihren Träumen folgen können, braucht es somit ein gewisses Maß an Achtsamkeit (Blogthema im Februar) und die Bereitschaft, alte Verhaltensmuster zu verlassen (Blogs im März). Nur so gelingt es, Neues ins Leben einzuladen.

Wenn auch Sie Ihre Träume Wirklichkeit werden lassen wollen, dann ist der erste Schritt dazu, ruhig zu werden und in sich selbst zu lauschen. In einem zweiten Schritt braucht es ein gewisses Maß an Zeit und Selbstdisziplin, um die Autobahnen im Gehirn zu verlassen und sich von gewohnten und vertrauten Mustern zu verabschieden. Dazu ist es sinnvoll, sich fachkundige Unterstützung zu suchen. Dies kann ein persönliches Coaching oder ein Buch zum Thema sein. Buch ist billiger als Coaching? Hier beginnt bereits der erste Schritt zur neuem Verhalten – entscheiden Sie selbst, was Ihnen Ihr Traum wert ist.

Wenn Sie sich für ein Coaching entscheiden, nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu mir auf. Gerne mache ich Ihnen ein maßgeschneidertes Angebot.
https://www.marion-bermeiser.de/anfrage/

Wenn Ihr Traum noch warten kann und Sie lieber ein gutes Buch zum Thema suchen, habe ich folgenden Tipp:
Maja Storch: „Machen Sie doch, was Sie wollen!; Wie ein Strudelwurm den Weg zu Zufriedenheit und Freiheit zeigt“

 

„Raus aus den alten Schuhen“

Unsere Verhaltensmuster und unsere Gewohnheiten zu Denken und zu Fühlen sind wie alte Schuhe, die wir seit langer Zeit tragen. Sie sind bequem und vertraut und stehen für das, was wir „normales Verhalten“ nennen. Wir stehen jeden Morgen auf und schlüpfen in unsere vertrauten Rollen – wie in alte Schuhe.

Doch was tun, wenn sie durchgelaufen und verschlissen sind? Wenn es sinnvoll wäre, sie gegen neue auszutauschen?

Das fällt uns oftmals schwer, da unsere Verhaltensmuster so vertraut wie alte Schuhe sind. Da wir uns in ihnen sicher bewegen, schieben wir Entscheidungen vor uns her, statt „die alten Schuhe“ zu wechseln.

Eine Beziehung beenden, in der wir nicht mehr wir selbst sein können.
Ziele aufgeben, die nicht mehr erstrebenswert sind.
Den Beruf wechseln, der nicht mehr zu uns zu passt.

Sie haben den Impuls, Ihre alten Schuhe zu wechseln?

Dabei helfen folgende Schritte:

1.  Im Schuhschrank nach alten Schuhen suchen = Verhaltensmuster beobachten

2. Sich erinnern wo und wann sie gekauft wurden = Erkennen, wodurch die Verhaltensmuster entstanden sind (z. B. Einflüsse aus der Kindheit)

3. Die Entscheidung treffen, ein neues Paar Schuhe zu kaufen = Überlegen welches Verhalten in bestimmten Situationen hilfreich wäre

4. In den Schuhladen gehen und neue Schuhe probieren = Neues Verhalten ausprobieren, solange bis es passt

5. Neue Schuhe kaufen = Das neue Verhaltensmuster immer wieder bewusst anwenden, bis die Datenautobahn im Gehirn entsteht.

6. Losmarschieren = Die neuen Schuhe werden bald genauso vertraut werden, wie es die alten Schuhe lange Jahre waren.

Sie wissen nicht welches neue Paar Schuhe zu Ihrer Situation passt? Kontaktieren Sie mich, ich unterstütze Sie gerne.

 

 

„Und nie mehr grüßt das Murmeltier“

Lust darauf,   
– Ihren Chef im nächsten Meeting zu überraschen?
– eine endlose Diskussion erfolgreich zu einem Ende zu bringen?
– die lästernde Kollegin sprachlos zu machen?

Dann lesen Sie, wie das gelingen kann……

Sie kennen Situationen, in denen Sie denken „immer wieder das gleiche Spiel„? Sie seufzen innerlich und wünschten, es würde wenigstens diese eine Mal anders laufen? Und doch gelingt es Ihnen nicht, aus dem Karussell auszusteigen und der Situation einen neuen Verlauf zu geben?

Keine Sorge, Sie sind in guter Gesellschaft. Den Großteil unseres Lebens bestreiten wir im Autopilot-Modus. Dafür sorgen im Gehirn gespeicherte Muster, die wir nutzen, um uns in der Welt zurechtzufinden. Wir brauchen diese Bilder, um Handlungen zu planen, Herausforderungen anzunehmen und auf Bedrohungen zu reagieren. Aufgrund dieser inneren Bilder erscheint uns etwas schön und attraktiv oder abstoßend und negativ. Innere Bilder beeinflussen, wie und wofür wir unser Gehirn benutzen. Erst wenn wir beginnen diese inneren Bilder zu verändern, wandeln sich unsere Erfahrungen im Außen.

Die gute Nachricht ist, das unser Gehirn lebenslänglich veränderbar ist. Der Neurobiologe Gerald Hüther macht in seiner Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn Mut, unseren Impulsen zu vertrauen, sobald sie „Veränderung“ signalisieren. Auch wenn diese immer einen Angriff auf unsere innere Ordnung darstellt. Sobald wir eine Entscheidung gefällt haben und diese konsequent verfolgen, entsteht in unserem Gehirn eine neue Datenautobahn, auf der wir unser Ziel schnell erreichen. Sind wir bereit und willensstark genug, gelingt es uns, die durch Gewohnheit gebildeten Verschaltungen im Gehirn aufzulösen. Und das, obwohl unser Gehirn sein Bestes gibt, um das abgespeicherte Bild von unserer Welt aufrechtzuerhalten.

Wir müssen dazu lernen, die Welt nicht mehr nur abzuscannen oder durch eine enge Brille zu betrachten, sondern das, was draußen geschieht, in uns hineinlassen. Am schnellsten und nachhaltigsten gelingt die angestrebte Veränderung mit der Unterstützung durch einen professionellen Coach.

Nächste Blogbeiträge im März:
15. März „Raus aus den alten Schuhen – Jobwechsel und mehr“

29. März „Neues im Blick“

Autopilot: fristlos gekündigt!

Wir alle sind süchtig nach positiven Emotionen. Doch statt sie aus uns heraus laufend neu zu generieren, suchen wir immer wieder das „gleiche Glück“.

Unser Gehirn entscheidet in einem Bruchteil von Sekunden, ob etwas gut oder schlecht für uns ist. Diese Entscheidung basiert auf alten Erfahrungen und steuert unser Verhalten in stereotyper Form, ohne dass wir sie hinterfragen. So lehnen wir alles ab, was mit dem Etikett „negativ“ verbunden ist, ohne zu erkennen, dass keine Situation der anderen gleicht. In diesem Autopilot-Modus können keine neuen Erfahrungen entstehen. Erst wenn wir unsere Reaktionen in Frage stellen und erkennen, dass jeder Moment unseres Lebens neu und anders ist, können wir Veränderung generieren.

Dies ist nicht wichtig, wenn Sie nach der immer gleichen Marmeladensorte im Supermarktregal greifen, aber es ist von entscheidender Bedeutung, wenn in einem Ihrer Lebensbereiche Stress entsteht. Egal ob Mobbing, Burnout, Misserfolg, zwischenmenschlicher Konflikt – was uns auch widerfährt, es ist immer eine Aufforderung zu agieren und aufzuhören nur zu reagieren.

Wohin mit den guten Vorsätzen für´s neue Jahr?

Sie kennen das? Zu Beginn des neuen Jahres können Sie sich vor Elan und tollen Plänen kaum retten? Endlich abnehmen, mehr bewegen, einen neuen Job suchen, nicht mehr rauchen, den Keller ausmisten, mehr Zeit für dies und das……
Sie sind siegessicher: „Dieses Mal klappt es ganz bestimmt“! Und doch fällt es spätestens ab 2. Januar wieder richtig schwer, Ihre guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Warum ist das so?

Einfach ausgedrückt leiden wir an einer gewissen Selbstüberschätzung hinsichtlich unserer Willensstärke. Alles, was wir uns mit tiefster innerer Überzeugung in rosigen Farben ausmalen, ist in der Realität damit verbunden, unser Leben nachhaltig zu verändern. Doch langjährige Gewohnheiten oder Vertrautes abzulegen, ist ein schwieriger und meist wenig angenehmer Prozess. Der Nutzen daraus liegt zudem nicht vor unseren Füßen, sondern in weiter Ferne. „Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiss gesetzt“, lautet schon das Zitat des alten Grieche Hesiod. Und so ist es zwar ein Leichtes unseren Kopf zu überzeugen, bei unserem Bauch gestaltet sich dies wesentlich schwieriger. Doch nur dann, wenn auch der mit dem einverstanden ist, was der Kopf will, kann die Umsetzung guter Vorsätze erfolgreich gelingen.

Andernfalls scheitern wir an dem inneren Konflikt zwischen unseren beiden Bewertungssystemen – der Vernunft und dem Unbewussten. Letzteres ist wenig daran interessiert, was für uns vernünftig und logisch ist. Es orientiert sich nur daran, was für uns lustvoll ist. Erfüllt ein Vorhaben diese Anforderung nicht, wird es schwierig, es Realität werden zu lassen. Das Unbewusste äußert sich über unangenehme Körpergefühle und wird darüber meist zur stärkeren Macht in uns. Daher empfiehlt das Zürcher Ressourcen Modell, sich als ersten Schritt zur Selbstmotivation ein bildhaftes Motto auszudenken. Ein Motto fühlt sich viel besser an als ein Ziel und ist immer mit einem Bild verbunden, das positive Gefühle in uns weckt.

Beispiel: Sie verfügen über wenig sportlichen Ehrgeiz, nehmen sich jedoch vor, im neuen Jahr regelmäßig zu joggen? Sie lieben Schmetterlinge und beobachten gerne, wie die Tiere mit Leichtigkeit von Blüte zu Blüte gleiten? Dann könnte Ihr persönliches Motto für mehr Bewegung lauten: Wie ein Schmetterling bewege ich mich mit Leichtigkeit in der freien Natur. Und schon wenn Sie die Laufschuhe binden, wird das Bild in Ihrem Inneren aktiv. Statt ablehnender Haltung ernten Sie ein wohliges Bauchgefühl und laufen los….

Tipp: Machen Sie sich auf die Suche nach Ihrem persönlichen Motto und holen Sie sich darüber das Einverständnis Ihres Bauchs zu dem, was Ihr Kopf will. Ein gutes Motto kann Sie das ganze Leben über begleiten und hilft Ihnen nachhaltig, mit neuen Verhaltensweisen in Kontakt zu bleiben.

Tages-Workshop zum Jahreswechsel 2014/15 in Regensburg:

https://www.marion-bermeiser.de/2015-gute-vorsaetze/

Die Qual der Wahl

Dem portugiesischen Neurowissenschaftler António Damásio haben wir das Wissen zu verdanken, dass Gefühle und Körperempfindungen ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Vernunft sind. Unsere Erfahrungen werden im „emotionalen Erfahrungsgedächtnis“ gespeichert, das Damásio als „somatische Marker“ bezeichnet. Die somatischen Marker geben uns bei anstehenden Entscheidungen Rückmeldung in Form von Körpersignalen und sorgen dafür, dass zunächst alle emotional nicht tragbaren Handlungsmöglichkeiten ausgeschlossen werden. Sie befreien uns von der Qual der Wahl.

Dies ist nicht entscheidend, wenn wir wie gewohnt zu einer bestimmten Sorte Marmelade im Supermarktregal greifen, weil sie uns immer wieder mit schönen Kindheitserinnerungen in Kontakt bringt. Oder wenn wir täglich den selben Weg zur Arbeit oder wiederholt die Berge statt das Meer als Urlaubsziel wählen. Es ist jedoch von Belang, wenn wir gefordert sind, neue Facetten des Lebens zu erforschen, Fortschritt zu generieren und uns auf veränderte Bedingungen einzustellen.

Der Weg zu bewussten Lebensentscheidungen wird frei, sobald wir verstehen, dass unser Erfahrungsgedächtnis uns nicht nur unterstützt, sondern in hohem Maße auch manipuliert.

Interessanter Artikel zur Qual der Wahl von Maja Storch

https://majastorch.de/download/GG_somatische_marker.pdf