SYSTEM ERROR

Impulsfrage: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

Als Mitglied des Deutschen Netzwerks für Wirtschaftsethik empfehle ich den Dokumentarfilm SYSTEM ERROR, der einen Ausblick die Zukunft des Kapitalismus und damit die unserer Gesellschaft bietet:  
Der zweifache Grimme Preis-Träger Florian Opitz macht sich auf die Suche nach einer Erklärung für einen der großen Widersprüche unserer Zeit: Warum sind wir so besessen vom Wirtschaftswachstum, obwohl wir wissen, dass es uns am Ende schadet? SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen – eines Systems, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab.

Link zum Film:

https://www.systemerror-film.de

Es ist mir ein Bedürfnis …

Sie stecken in einem Dilemma? Innerlich und Äußerlich? Dafür kann es viele Gründe geben. In der Regel suchen wir den Schuldigen im Außen. Wenn sich das Umfeld oder unsere Mitmenschen so verändern würden, wie wir es uns wünschen, dann wäre alles in bester Ordnung. Da dieser Wunsch nur mit Hilfe einer Fee oder eines Zauberers in Erfüllung geht (und es die nicht gibt), bleibt uns nichts anderes übrig, als selbst eine Lösung herbeizuführen, wenn wir nicht dauerhaft in unangenehmen Situationen verweilen wollen.

Ein hilfreicher Ansatz hierfür können unsere Bedürfnisse sein. Ein Bedürfnis ist ein allgemein anerkanntes Bestreben und unterscheidet sich von unseren Wünschen dadurch, dass letztere schon den Weg zur Erfüllung unserer Bedürfnisse implizieren. Auch wenn wir uns das in der Regel nicht vorstellen können (denn wir wissen schließlich, wie die Welt funktioniert), so gibt es in der Tat aber meist viele Wege zum Ziel, auch zur Befriedigung unserer Bedürfnisse.

An der Weggabelung steht meist jedoch kein eindeutiger Wegweiser. Als solcher dient die Einteilung in 4 verschiedene Bedürfnisbereiche, die unser aller Leben in unterschiedlicher Ausprägung beeinflussen: Sicherheit – Verbundenheit – Selbstverwirklichung – Entspannt sein. 

Sobald wir in schwierigen Lebenssituationen feststecken, kann ein Blick darauf helfen, welches Bestreben uns gerade antreibt. Schwierigkeiten entstehen entweder 1. durch widerstreitende Bedürfnisse oder 2. die Überhöhung einzelner Bedürfnis-Bereiche und die gleichzeitige Vernachlässigung der anderen. Oftmals schaffen wir es auch nicht, 3. unsere Bedürfnisse in unseren unterschiedlichen Rollen klar zu differenzieren. Das heißt wir setzen in bestimmten Situationen auf das falsche Bedürfnis-Pferd.

Alle 3 Varianten sind dem geschuldet, was wir aufgrund von Erziehung, Gesellschaft und persönlichen Erfahrungen als richtig oder falsch, gut oder schlecht erachten. Die mit unseren Prägungen verbundenen Gefühle drängen uns zur Befriedigung bestimmter Bedürfnisse, ohne dass wir diese hinterfragen. Beobachten Sie daher genau, was Ihnen in welcher Situation wichtig ist. Die Selbstverwirklichung im Beruf kann befriedigend sein, das gleiche Bedürfnis mit der selben Intensität in der Partnerschaft zu verfolgen, führt unter Umständen zu Problemen. Die Verbundenheit zu lieben Menschen tut uns gut, wenn wir aber von allen gemocht und geschätzt werden wollen, gleicht das einem Kampf gegen Windmühlenflügel. Wenn wir von Ängsten getrieben sind und die Sicherheit über alles stellen, bleiben alle anderen Bedürfnisse auf der Strecke und unser Leben gerät in eine Schieflage.

Machen Sie sich Gedanken, ob in Ihrem Leben alle vier Bedürfnisbereiche ausgeglichen und harmonisch bedient werden. Falls nein, ist es an der Zeit etwas zu verändern.

Ideenbaby? Herzlichen Glückwunsch

Rechtzeitig zum Jahreswechsel beschäftigt mich das Thema Ideenbaby. Jeder Mensch hat Bedürfnisse, Wünsche oder ungewöhnliche Ideen. Irgendwann kommt der richtige Zeitpunkt, diesen Leben einzuhauchen. Auf den perfekten Moment zu warten bedeutet, anderen Menschen, veränderten Lebensumständen, dem Schicksal oder dem Zufall Macht über sich selbst zu geben. Somit ist der optimale Augenblick immer das JETZT. Nichts befriedigt uns mehr, als das in die Tat umzusetzen, was unseren tiefsten Wünschen, persönlichen Werten und kreativen Potenzialen entspricht und was für uns selbst größtmöglichen Nutzen stiftet. Was also hält uns davon ab, aktiv zu werden und unsere Schöpferkraft zu leben? In der Regel ist es das Argument „keine Zeit“, die Angst vor der eigenen Stärke oder unsere Bedenken hinsichtlich finanzieller Investitionen in uns selbst. Ein Ideenbaby zur Welt zu bringen bedeutet, sich mit Hindernissen, falschen Annahmen und dem Scheitern auszusöhnen. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ ist ein altes Sprichwort, das nie wahrer ist, als bei der Aktivierung unseres Schöpfungsreichtums.

Mein persönliches Ideenbaby hat den Namen „Lebensmeisterei„. Unter diesem Slogan geht es ab 2018 um alles, was dir hilft, dein/e eigene/r Lebensmeister/in zu werden: https://www.lebensmeisterei.org/

 

 

Coaching ist tot…

… es lebe das Bewusstseins-Training.

In meiner Arbeit mit Menschen sehe ich den Trend, dass viele von uns ihrem Wesenskern schon sehr genau auf der Spur sind. Männer, Frauen, Angestellte, Manager, Studenten, Schüler, Berufseinsteiger, Familienfrauen, Umschüler, Aufsteiger und viele Andere holen sich in einer Sitzung mit mir oftmals nur noch eine zusätzliche Portion Sicherheit, um Pläne oder Entscheidungen in die Tat umzusetzen. Somit bezahlen meine Klienten mich nicht für meinen Input, sondern für IHREN kreativen OUTPUT.

In den letzten 10 Jahren fand ein signifikanter Anstieg des persönlichen Bewusstseins statt. Was einst mit den 68ern startete, sich unter den Begriffen Esoterik und Spiritualität belächelt einen Weg in die westliche Welt bahnte, ist heute bereits en vogue. „Bewusstseinsentwicklung“ fand als Ausgleich zu unserem mechanistischen Weltbild ihren Weg in unseren Kulturkreis. Meditation, Yoga, Kampftechniken, Ayurveda und vieles mehr sind allgegenwärtig. Die Begriffe Bewusstsein und Achtsamkeit halten Einzug in unsere rational geprägte Gesellschaft. Schauspieler ersetzen Personaltrainer durch Yogalehrer und bekennen sich offen zum Buddhismus. Selbst im Management ist es in Mode, sich zur Regeneration mit Meditation in ein Kloster zurückzuziehen. Es scheint die Sehnsucht nach dem SEIN und danach, Erfolg aus neuen Quellen zu schöpfen. In einem Film über die positiven Auswirkungen der Meditation sprach eine Teilnehmerin über das Glück das sie empfindet, wenn sie sich ganz auf sich selbst konzentrieren und aus der dabei entstehenden Ruhe neue Kraft schöpfen kann.

Dieses Glück, da ist sie sicher, können weder ein neues Auto noch ein schönes Schmuckstück oder andere materielle Güter dem Menschen schenken. Inzwischen gilt es als wissenschaftlich erwiesen, dass Meditation sich fördernd auf unseren Gesundheitszustand auswirkt. Wer regelmäßig meditiert, ist stärker in Kontakt mit sich selbst und damit eher in der Lage Stress rechtzeitig abzubauen. Durch das Fokussieren der Aufmerksamkeit auf den Moment stellen sich zunehmend Glücksgefühle ein, was sich unterstützend auf die Bewältigung des Alltags auswirkt.

Wenn Sie schon gut in Kontakt mit Ihrer Innenwelt sind, dann wünsche ich Ihnen weiterhin viele erhellende Erkenntnisse auf Ihrem Weg zu sich selbst.

Wer in diesem Bereich noch unsicher unterwegs ist, dem sei Bewusstseins-Training ans Herz gelegt.

Und wenn Sich sich für den Film über Mediation interessieren, folgen Sie dem Link:

https://stoppingderfilm.org/home

Achtsamkeit ist eine Haltung, kein Tool!

„Die grundlegende Aufgabe von Führungskräften besteht darin, in den Menschen, die sie führen, positive Gefühle zu wecken. Das geschieht, wenn Führungskräfte Resonanz erzeugen – ein Reservoir an positiven Gefühlen, das das Beste in den Menschen hervorbringt“
(Daniel Goleman)

 

Achtsamkeit ist ein essentieller Baustein, um positive Gefühle zu generieren. Über eine achtsame Haltung uns selbst UND den Menschen gegenüber, mit denen wir leben und/oder arbeiten, nehmen wir auf einer tieferen Ebene wahr. Diese Präsenz ermöglicht es, uns voll und ganz auf den Anderen einzulassen, ihm Aufmerksamkeit zu schenken, in seine Erfahrungswelt einzutauchen und ihm Raum zu geben. Mit ihm in Verbindung zu treten heißt, sowohl an seinen Sorgen als auch an seiner Freude Anteil zu nehmen. Wertschätzung entgegen zu bringen, andere Meinungen und Sichtweisen anzuerkennen und deren Ursprung zu ergründen, ermöglicht Begegnung auf Augenhöhe. Und wenn es an der Zeit ist, die eigene Position deutlich zu vertreten, Leistung einzufordern oder Konflikte einzugehen, kann dies geschehen, ohne eigene oder fremde Grenzen zu überschreiten. Achtsamkeit ermöglicht es, auch bei großen Herausforderungen ruhig und gelassen zu bleiben, da wir uns unseres Denkens, Handelns und Fühlens bewusst sind. Häufig wird das Entwickeln von Achtsamkeit als eine Möglichkeit zur Stressbewältigung empfohlen. Dem dient sie zweifelsohne, doch wird ihr dieser eingeschränkte Ansatz alleine nicht gerecht. Achtsamkeit ist kein Tool, es ist eine Haltung, von der wir alle profitieren können.

 

Die gute Nachricht: Wir tragen sie schon in uns. Lassen Sie Ihre Achtsamkeit erblühen. Meine Tipps helfen dabei:

Tipps:

Es gibt viele Möglichkeiten, achtsames Sein zu erfahren. Machen Sie Bekanntschaft mit Ihrer Achtsamkeit. Am besten bei scheinbar einfachen Gelegenheiten. Starten Sie damit, das TUN einzustellen und zu beobachten, was um Sie herum geschieht. Was es zu entdecken gibt, mit allen Sinnen. Wenn Sie eine größere Herausforderung wünschen, dann beobachten Sie Situationen, die immer wieder gleich ablaufen. Situationen, bei denen Sie z. B. innerlich die Augen rollen. Stoppen Sie den Automatismus dieser Momente, halten Sie inne mit dem Tun oder Reden und beobachten Sie zunächst sich selbst. Welche Mechanismen greifen immer wieder? Was geht in Ihnen vor? Was geschieht um Sie herum? Welche Emotionen werden wach? Welche Körperregionen sind beteiligt? Wenn Sie sich über Ihre Mechanismen im Klaren sind, widmen Sie die gleiche Aufmerksamkeit Ihrem Umfeld. Achtsamkeit ist eine Geisteshaltung. Mehr dazu lesen:

https://www.marion-bermeiser.de/das-richtige-zur-rechten-zeit/

 

Weiterführende Informationen:

Buchtipp: JAN CHOZEN BAYS, Achtsam durch den Tag, 53 federleichte Übungen zur Schulung der Achtsamkeit

oder

Übungen zur Achtsamkeit:

https://www.fachausbildung-stressbewaeltigung-achtsamkeit.de/achtsamkeitsuebungen-im-alltag/

Mut zur Veränderung!

 Für Wunder muss man beten, für Veränderung reicht es, an sich zu arbeiten.

 

Mein Tipp:

Überraschen Sie sich heute selbst!

Seien Sie unbequem. Tun Sie etwas, das Sie noch nie getan haben. Verkleiden Sie sich. Üben Sie sich einen Tag im Schweigen. Halten Sie eine Rede. Schenken Sie fremden Menschen ein Lächeln. Lernen Sie einen Menschen näher kennen. Spielen Sie mit einem Kind. Geben Sie jemanden uneingeschränkt recht. Trennen Sie sich von Dingen, die nicht mehr zu Ihnen passen.

Sie werden erstaunt sein, was in Ihnen steckt, wenn Sie es nur zulassen.