GUT – BESSER – AM BESTEN

Es ist ein selbstverständliches und alltägliches Szenario im Unternehmensalltag: Ein verdienter Mitarbeiter erklimmt die nächste Stufe der Karriereleiter. Er hat sich durch Leistung und Engagement ausgezeichnet und sich so für die Besetzung einer Führungsposition qualifiziert. Das Rennen unter den Bewerbern entscheidet er klar zu seinen Gunsten und startet mit viel Elan und unter großem Erwartungsdruck in die neue Aufgabe. Genau an diesem Punkt scheitern Karrieren.

Mitarbeiter, die aus dem operativen Geschäft in eine Leitungsposition rutschen, sind und werden in der Regel nicht oder nicht ausreichend auf die Rolle als Führungskraft vorbereitet. Erwartungen bleiben unausgesprochen, denn der Mitarbeiter weiß ja schließlich „wie die Firma tickt“. Das Treffen von Entscheidungen folgt daher in der Startphase nicht selten dem vagen Schema „kalt“ “warm“ oder „heiß“.

Besser zu werden bedeutet für designierte Führungskräfte nicht, noch mehr Spezialwissen anzuhäufen, länger als andere zu arbeiten oder Schadensbegrenzung bei Fehlern zu betreiben. Es bedeutet zu lernen, Menschen und Teams zum Erfolg zu führen, strategische und auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, Mitarbeiter zu fordern und zu fördern, klar und transparent zu kommunizieren, sich zu positionieren, größer zu denken, Veränderungsprozesse zu gestalten und die neue Rolle nicht nur zu bekleiden, sondern zu verkörpern.

Damit das gelingt, sind konsequentes Selbst-Management und permanente Selbst-Reflexion erforderlich. Andernfalls droht die Gefahr, sich im Alltagsgeschäft zu verlieren oder persönliche Grenzen dauerhaft zu überschreiten. An diesem Scheideweg vom Mitarbeiter zur Führungskraft bietet sich die Begleitung durch einen Coach an. Der geschützte Rahmen im Coaching ermöglicht die Analyse der Rahmenbedingungen, die Definition von Zielen, die Entwicklung von persönlichen Strategien, die Aktivierung von hilfreichen Ressourcen und die Konzentration auf das Wesentliche. GUT – BESSER – AM BESTEN zu werden, bedeutet persönliche Entwicklung, die gezielt gefördert werden muss. Coaching ist hierfür eine Investition die sich lohnt und aus der alle Beteiligten größtmöglichen Nutzen ziehen: das Unternehmen, die neue Führungskraft sowie deren Mitarbeiter.

Herzensprojekt „Business2Being“ vollendet

Die Produzenten Rudi Ballreich & Julian Wildgruber haben ihr Herzensprojekt – den Dokumentarfilm „From Business to Being“ – verwirklicht. Neben einem dicken Dankeschön an alle Unterstützer informieren sie auch über die Möglichkeiten zum Erwerb des Films und – bei Interesse – der Lizenzen für eine gewerbliche Nutzung (für Coaches und Trainer empfohlen).

Meine Empfehlung: https://www.concadoraverlag.de/dvd/from-business-to-being-home-entertainment-private-standard-lizenz/

Der Ruf nach Selbstbestimmtheit in Unternehmen

Wie versprochen melde ich mich aus dem Urlaub und mit neuen Infos über „Das anständige Unternehmen“ zurück. Reinhard K. Sprenger geht in seinem Buch mit vielen, in Unternehmen heute üblichen Führungsansätzen ins Gericht. Er zeigt auf, was anständige Unternehmen tun und stellt es der heute gelebten Praxis gegenüber. Diese – so sein Ansatz – bedingt die Entmündigung von Mitarbeitern, mit entsprechend negativen Konsequenzen. Mit seiner These vom „Überschuss an Zudringlichkeit“ wettert er gegen psychischen Dichtestress und plädiert dafür, dass im Wirtschaftsleben das Denken in jede Richtung neu erprobt werden muss. Von beiden Seiten – den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern.

Dieses Buch fasziniert durch die klare Aufforderung, wieder stärker Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Sprenger plädiert dafür, (zu) sich selbst zu finden und das zu vertreten, was einem im Arbeitsprozess wirklich wichtig ist. Dazu gehört auch, seine persönlichen Sichtweisen zu unternehmerischen Entscheidungen offen und konstruktiv zu äußern, statt sie verklausuliert in anonymen Mitarbeiterbefragungen zu dokumentieren. Oder sich gegen ein Arbeitsverbot in den Abendstunden auszusprechen, wenn man sehr wohl bereit ist, auch nach 22:00 Uhr noch zu arbeiten, weil man dafür tagsüber Zeit mit seiner Familie verbringen kann. Auch vermeintlich gut gemeinte Angebote aus dem Gesundheitsmanagement sollte ein Mitarbeiter ausschlagen. Sprenger ist der Meinung, dass gesund zu sein und zu bleiben, eine sehr persönliche Angelegenheit und zudem ein sehr subjektiver Faktor ist.

Mit seinem Appell nach mehr Eigenverantwortung liegt Sprenger voll im Trend. Denn nur wer sich nicht in Schemata pressen lässt, entgeht der Abhängigkeitsfalle oder dem vielzitierten Hamsterrad – denn beides mündet letztendlich in Unfreiheit und Stress und schadet somit Mitarbeitern und Unternehmen.

Sprenger stellt 5 Prinzipien auf, die ein anständiges Unternehmen kennzeichnen:

1. Betrachte Mitarbeiter nicht als bloße Mittel
2. Behandle Mitarbeiter nicht wie Kinder
3. Versuche nicht, Menschen zu verbessern
4. Verletze nicht die Autonomie der Mitarbeiter
5. Bezeichne nichts als alternativlos