Traumpaar Stress & Veränderung

Nichts ist so beständig wie der Wandel. Diese unumstößliche Wahrheit in Heraklits Zitat bringt es auf den Punkt. Die stete Neuordnung der unterschiedlichsten Lebensbereiche ist allgegenwärtig, schleichend, spontan, unbewusst, erwartet, herbeigesehnt oder gefürchtet – aber unvermeidlich. Die Generationen vor uns hätten Menschen, die von Internet, Elektroautos, Smart Phone, Navigationsgeräten oder Haushaltsrobotern erzählt hätten, für verrückt erklärt, während all das für uns selbstverständlich ist. Möglich wurden solche „Wunder“ durch beherzte Menschen, die den Status Quo in Frage stellten und zu träumen wagten. Das ist nie sinnvoller als zu einem Zeitpunkt, an dem wir mit den gegebenen Umständen unseres Daseins zu hadern beginnen. Es ist nicht möglich, Veränderungen dauerhaft aus dem Weg zu gehen. Aber wir können uns dafür entscheiden, sie anzunehmen und (mit) zu gestalten, statt sie einfach über uns ergehen zu lassen. Changemanagement beeinträchtigt die gewohnte Balance und Stabilität in unserem Leben. Gleichzeitig helfen uns die mit dem Anpassungsstress verbundenen Reaktionen des Organismus, unbeschadet in eine neue Harmonie zu gelangen. Stress ist ein Mechanismus, der uns im steten Wandel zwischen Gewohnheit, Veränderung und Anpassung auffordert, dafür zu sorgen, dass unser Lebensgebäude nicht zum Einsturz kommt. Das Haus unseres Daseins steht auf einem Fundament aus sechs Säulen. Die sechs Säulen stehen stellvertretend für unterschiedliche Lebensbereiche, wie unser soziales Umfeld, unsere Arbeit, unsere Kreativität, unser Körper, unser Verstand und unsere Psyche. Sind alle stabil, geht alles seinen gewohnten Gang. Wir sind glücklich, gesund und leistungsfähig. Die Life-Balance ist intakt. Ins Wanken gerät das Ganze immer dann, wenn an einer oder mehreren Säulen gerüttelt, ausgebessert oder gebaut werden muss und wir uns damit überfordert fühlen. Der Stressmechanismus unseres Körpers sorgt in diesen Zeiten dafür, dass wir kreativ und wachsam sind und dafür Sorge tragen, dass unser Haus die Umbauphase unbeschadet übersteht. Er stellt uns ausreichend Energie zur Verfügung, um die Last zu tragen, Veränderungen zu meistern und dabei gefestigt zu bleiben. Das Stressmanagement übernimmt hierbei eine Steuerungsfunktion. Es hilft uns, unsere Energie zielgerichtet und bewusst einzusetzen, statt sie zu vergeuden und damit den Zusammenbruch zu provozieren. 

Entschleunigtes Atmen

Anleitung mit Augenzwinkern: entschleunigtes Atmen – eine wunderbare Methode zur Stressbewältigung

In Regensburg gibt es einen Lehrstuhl für angewandte Bewusstseinswissenschaften. Anlässlich einer kleinen Feier zur Überführung des bisherigen Stiftungslehrstuhls in eine dauerhafte Professur, gab es gestern tiefe Gespräche und interessanten Austausch. Professor Thilo Hinterberger und Professor Thomas Loew berichteten u.a. über die Ergebnisse einer Studie zum entschleunigten Atmen.

Mehr dazu für alle, die sich atmend entspannen wollen:

Stress löst sich nicht in Luft auf

Jeder vierte Stressgeplagte greift zur Zigarette, die anderen drei machen Überstunden – so die Bilanz einer Wrike-Studie laut Manager-Magazin vom März 2017.

Da Stress jedoch nichts anderes ist, als die dringende Aufforderung unseres Körpers zu Veränderung, wird sich der Stress weder durch Rauchen noch durch Mehrbelastung in Luft auflösen. Statt wie der Frosch im Kochtopf abzuwarten, gilt es gezielt Stressmanagement-Methoden zu nutzen:

Instrumentelles Stressmanagement = Alles was der Selbstorganisation dient – Prioritäten setzen, Zeitmanagement, Weiterbildungsmaßnahmen …

Regeneratives Stressmanagement = Alles was der Entspannung dient – Schlaf, Pausen, Bewegung, Freizeitaktivitäten, Entspannungsmethoden …

Mentales Stressmanagement = Alles was uns dabei unterstützt Verhaltensmuster zu verändern und uns als Person weiterzuentwickeln …