Coaching im Wandel

Die Anforderung an Coaches lautet, den Transformationsprozessen der Wirtschaft gezielt Schubkraft zu verleihen. Für künftig erfolgreiches Wirken ist es zunehmend erforderlich, dass der Coach nicht nur über fundierte Coaching-Kompetenz verfügt, sondern diese mit Wissen um die Strukturen in Unternehmen verbindet. Über die Strategien und Mittel für die Anpassung eines Unternehmens an die Anforderungen der Zukunft entscheidet die Unternehmensleitung. Somit findet sich dort auch der Stellhebel für das entscheidende Themenfeld – die Unternehmenskultur. Als Vorbild oder Orientierungsfigur kulturerzeugend zu wirken, gelingt nicht per Edikt. Vorbild sein zu wollen oder als Vorbild akzeptiert zu sein, sind die vielzitierten „zwei Paar Stiefel“. Das Verhalten der obersten Führungsetage und alles was diese als erwünschtes oder unerwünschtes Verhalten im Unternehmen definiert, beeinflusst unmittelbar die anderen Führungskräfte und die Mitarbeiter. Für mich als Coach ist somit ein sinnvoller erster Schritt die Begleitung der persönlichen Transformation der Menschen an der Unternehmensspitze. Ein sinnvoller Ansatzpunkt ist der Umgang mit Fehlern und die daraus abgeleitete Entwicklung einer Fehlerkultur. In der Arbeit mit Führungskräften ist künftig wichtig, dass sich der Klient für Themen öffnet, die nicht aus der Vergangenheit heraus Relevanz für ihn besitzen, sondern die zukunftsbezogen auf seinen persönlichen Erfolg in einem erfolgreichen Unternehmen einzahlen.

Meine persönliche Transformation als Coach ist mit einem Abrücken vom reinen Coachingansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ verbunden. Mit meinen Erfahrungen aus dem Führungsalltag, in Verbindung mit denen als Coach, richte ich mein Coaching proaktiv stärker auf die Anforderungen der Zukunft von Unternehmen und meiner Klienten aus. Coaching unterliegt, wie alles, dem Wandel der Zeit.

SYSTEM ERROR

Impulsfrage: Sind wir tatsächlich bereit für den Kapitalismus alles zu opfern?

Als Mitglied des Deutschen Netzwerks für Wirtschaftsethik empfehle ich den Dokumentarfilm SYSTEM ERROR, der einen Ausblick die Zukunft des Kapitalismus und damit die unserer Gesellschaft bietet:  
Der zweifache Grimme Preis-Träger Florian Opitz macht sich auf die Suche nach einer Erklärung für einen der großen Widersprüche unserer Zeit: Warum sind wir so besessen vom Wirtschaftswachstum, obwohl wir wissen, dass es uns am Ende schadet? SYSTEM ERROR beleuchtet bisher häufig verborgen gebliebene Zusammenhänge und legt die selbstzerstörerischen Zwänge des Systems offen – eines Systems, an dem wir alle teilhaben, als Beschäftigte, Anleger oder Konsumenten. Denn der Kapitalismus durchdringt unaufhörlich immer mehr Lebensbereiche, verschlingt die Natur und gräbt sich am Ende selbst das Wasser ab.

Link zum Film:

https://www.systemerror-film.de

Es ist mir ein Bedürfnis …

Sie stecken in einem Dilemma? Innerlich und Äußerlich? Dafür kann es viele Gründe geben. In der Regel suchen wir den Schuldigen im Außen. Wenn sich das Umfeld oder unsere Mitmenschen so verändern würden, wie wir es uns wünschen, dann wäre alles in bester Ordnung. Da dieser Wunsch nur mit Hilfe einer Fee oder eines Zauberers in Erfüllung geht (und es die nicht gibt), bleibt uns nichts anderes übrig, als selbst eine Lösung herbeizuführen, wenn wir nicht dauerhaft in unangenehmen Situationen verweilen wollen.

Ein hilfreicher Ansatz hierfür können unsere Bedürfnisse sein. Ein Bedürfnis ist ein allgemein anerkanntes Bestreben und unterscheidet sich von unseren Wünschen dadurch, dass letztere schon den Weg zur Erfüllung unserer Bedürfnisse implizieren. Auch wenn wir uns das in der Regel nicht vorstellen können (denn wir wissen schließlich, wie die Welt funktioniert), so gibt es in der Tat aber meist viele Wege zum Ziel, auch zur Befriedigung unserer Bedürfnisse.

An der Weggabelung steht meist jedoch kein eindeutiger Wegweiser. Als solcher dient die Einteilung in 4 verschiedene Bedürfnisbereiche, die unser aller Leben in unterschiedlicher Ausprägung beeinflussen: Sicherheit – Verbundenheit – Selbstverwirklichung – Entspannt sein. 

Sobald wir in schwierigen Lebenssituationen feststecken, kann ein Blick darauf helfen, welches Bestreben uns gerade antreibt. Schwierigkeiten entstehen entweder 1. durch widerstreitende Bedürfnisse oder 2. die Überhöhung einzelner Bedürfnis-Bereiche und die gleichzeitige Vernachlässigung der anderen. Oftmals schaffen wir es auch nicht, 3. unsere Bedürfnisse in unseren unterschiedlichen Rollen klar zu differenzieren. Das heißt wir setzen in bestimmten Situationen auf das falsche Bedürfnis-Pferd.

Alle 3 Varianten sind dem geschuldet, was wir aufgrund von Erziehung, Gesellschaft und persönlichen Erfahrungen als richtig oder falsch, gut oder schlecht erachten. Die mit unseren Prägungen verbundenen Gefühle drängen uns zur Befriedigung bestimmter Bedürfnisse, ohne dass wir diese hinterfragen. Beobachten Sie daher genau, was Ihnen in welcher Situation wichtig ist. Die Selbstverwirklichung im Beruf kann befriedigend sein, das gleiche Bedürfnis mit der selben Intensität in der Partnerschaft zu verfolgen, führt unter Umständen zu Problemen. Die Verbundenheit zu lieben Menschen tut uns gut, wenn wir aber von allen gemocht und geschätzt werden wollen, gleicht das einem Kampf gegen Windmühlenflügel. Wenn wir von Ängsten getrieben sind und die Sicherheit über alles stellen, bleiben alle anderen Bedürfnisse auf der Strecke und unser Leben gerät in eine Schieflage.

Machen Sie sich Gedanken, ob in Ihrem Leben alle vier Bedürfnisbereiche ausgeglichen und harmonisch bedient werden. Falls nein, ist es an der Zeit etwas zu verändern.

Wer rettet wen?

Der Film lief im Kino. Am späten Nachmittag, in einem Kinosaal mit rund 50 Plätzen. Wir waren nur zu dritt…

Als 2008 die Bankenkrise über Europa hereinbrach, flossen Steuergelder in Milliardenhöhe in die Rettung der Banken. Was seither Jahr für Jahr immer stärker spürbar wurde, ist die damit einhergehende gesellschaftliche Krise: Die soziale Ungerechtigkeit ist so groß wie nie zuvor. Es wird immer deutlicher, dass die Rettungsschirme gar nicht nötig gewesen wären, hätten die Staaten der Krisenländer mit einer „Good Bank“ die Hauptfunktionen des Bankensystems übernommen. Und wäre die Bankenlobby politisch nicht so extrem einflussreich.

„Wer rettet wen“ ist ein bewegender Report über die Eurokrise, die damit verbundenen Schicksale, die Suche nach Lösungen und die Macht des Geldes. Aber auch ein Film darüber, wie sehr wir Menschen an die Macht des Geldes glauben und in welchem Ausmaß wir ihr scheinbar ausgeliefert sind. Wer rettet wen erzählt aber auch von Menschen, wie zum Beispiel in Island, die sich aktiv engagiert und grundlegende gesellschaftliche Veränderungen erzielten. Er macht Mut, aus alten Mustern auszusteigen und Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

https://whos-saving-whom.org/index.php/de/

TIPP:
Zum einen empfehle ich, den Film anzuschauen. Zum anderen rege ich an, sich mit der Frage „Was kommt nach dem Geld“? zu beschäftigen.

Auch wenn der Euro bleibt und die Systeme sich stabilisieren ist es wahrscheinlich, dass der Motor „Geld“ in unserer westlichen Gesellschaft künftig über weniger PS verfügt. Was tun wir Menschen, wenn die Möglichkeiten zu Konsum, dem Erleben von immer neuen Events und Lust nach materiellem Streben sinkt? Was, wenn Baumärkte leerer werden, Restaurants schlechter besucht sind, Einkaufswelten verwaisen und Eventlocations häufiger leer stehen?

Womit beschäftigt sich dann der Mensch? Womit füllen wir unsere Zeit? Welche Werte kennzeichnen unser Zusammenleben? Rücken wir näher zusammen, wenn die Masken des äußeren Scheins nicht mehr von so großer Bedeutung sind? Wie bewältigen wir den Wandel, der nicht nur einer im Außen stattfinden kann.

Die Arbeit an unseren Überzeugungen, Glaubenssätzen und Rollenmustern ist hierzu von entscheidender Bedeutung. Je eher wir damit beginnen, desto leichter gelingt uns die persönliche Veränderung. Und nur über die sind wir in der Lage, den Wandel im Außen aktiv mitzugestalten

 

Die Angst vor sich selbst

Immer wieder stelle ich mir in Gesprächen die Frage, wovor Menschen am meisten Angst haben?
1. Vor dem Coach ?
2. Vor Veränderung?
3. Vor sich selbst?

Ja, so manch einer sieht mich verwundert an, wenn ich sage „Ich bin Coach“. „In welcher Sportart?“ schwebt als unausgesprochene Frage dann oftmals spürbar im Raum. Mein „Ich unterstütze Sie beim Finden individueller Antworten und Lösungen“ bewegt das Gegenüber dann auch schon mal zu „Mir wäre lieber, Sie würden mir gleich die richtigen Antworten liefern“. Aber genau das macht ein Coach nicht. Meine Aufgabe ist es, Menschen dabei zu unterstützen, sich ihrer persönlichen Stärken und ihrer eigenen Problem-Lösungskompetenz bewusst zu werden und diese konsequent einzusetzen.
Und Angst vor Veränderung? Kann es sein, dass wir Angst haben, obwohl der Wandel allgegenwärtig ist? Wirtschaft, Geldsystem, Umwelt, Ernährung, Arbeitsmarkt, Immobilienblase, globale Krisen, technischer Fortschritt …. schnelllebig, wenig verlässlich, in stetem Wandel begriffen. Glücklich, wer neben zig virtuellen Freunden, noch über ein intaktes Netzwerk intensiv gelebter realer Beziehungen verfügt. Das alles kann uns verunsichern, aber es gibt wohl kaum noch Menschen die ernsthaft glauben, dass ihr Leben über Jahre hinweg von Veränderungen verschont bleibt. Entscheidend ist es, zur rechten Zeit aktiv an der Entstehung von Neuem mitzuwirken und es in sein Leben einzuladen.
Also bleibt Drittens. Die Angst vor sich selbst, vor der eigenen Stärke. Davor, etwas zu entdecken das man in sich spürt, aber vor langer Zeit in die hinterste Ecke seines Selbst verbannt hat. Manchmal flackert es auf, zögerlich und leise. Doch ohne unser aktives Zutun vergeht dieser Impuls, wie so oft zuvor und wohl auch in Zukunft. Was es war und ist können wir nicht konkret benennen, die damit verbundenen Gefühle wollen wir gar nicht näher untersuchen. Gut, dass unser Alltag es uns so leicht macht, sich abzulenken. Es gelingt mühelos, den Fokus auf den nächsten Termin, das nächste Event, die nächste Irgendwas zu richten. Auch dann, wenn es offensichtlich ist, dass eine Entscheidung ansteht, dass wir unser Ziel aus den Augen verloren haben, dass wir uns unwohl fühlen, weil sich Situationen oder Beziehungen nicht mehr stimmig anfühlen.

Das, was in uns ist, macht uns Angst. Wir machen uns Angst. Unsere eigene Größe und Stärke macht uns Angst. Das, was wir – wenn auch aus gutem Grund – bisher nicht vollständig leben oder leben konnten. In der Anerkennung für uns selbst unser größtes Potenzial. 

Es gibt viele Möglichkeiten, die Sie zielgerichtet dabei unterstützen, Ihr ganzes Potenzial nachhaltig zu leben. Coaching ist eine davon.
Coaching hilft Ihnen, verborgene Talente ans Licht zu bringen, sie zu aktivieren und gezielt in Ihren Lebensalltag einzubetten. Darüber generieren Sie mehr von dem, was Ihnen wichtig ist: Mehr Selbstvertrauen, mehr Selbstbewusstsein, stärkere Zielorientierung, mehr Entscheidungssicherheit, mehr Ausgewogenheit, mehr Erfolg.

Probieren Sie es aus und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Gesprächstermin.

Die Qual der Wahl

Dem portugiesischen Neurowissenschaftler António Damásio haben wir das Wissen zu verdanken, dass Gefühle und Körperempfindungen ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Vernunft sind. Unsere Erfahrungen werden im „emotionalen Erfahrungsgedächtnis“ gespeichert, das Damásio als „somatische Marker“ bezeichnet. Die somatischen Marker geben uns bei anstehenden Entscheidungen Rückmeldung in Form von Körpersignalen und sorgen dafür, dass zunächst alle emotional nicht tragbaren Handlungsmöglichkeiten ausgeschlossen werden. Sie befreien uns von der Qual der Wahl.

Dies ist nicht entscheidend, wenn wir wie gewohnt zu einer bestimmten Sorte Marmelade im Supermarktregal greifen, weil sie uns immer wieder mit schönen Kindheitserinnerungen in Kontakt bringt. Oder wenn wir täglich den selben Weg zur Arbeit oder wiederholt die Berge statt das Meer als Urlaubsziel wählen. Es ist jedoch von Belang, wenn wir gefordert sind, neue Facetten des Lebens zu erforschen, Fortschritt zu generieren und uns auf veränderte Bedingungen einzustellen.

Der Weg zu bewussten Lebensentscheidungen wird frei, sobald wir verstehen, dass unser Erfahrungsgedächtnis uns nicht nur unterstützt, sondern in hohem Maße auch manipuliert.

Interessanter Artikel zur Qual der Wahl von Maja Storch

https://majastorch.de/download/GG_somatische_marker.pdf

 

Unsere Welt braucht Visionäre!

Laut Deepak Chopra, einem indischen Arzt und Autor, haben wir circa 60.000 Gedanken täglich. Das Beunruhigende daran ist, dass 95 Prozent unserer Gedanken von heute identisch sind mit denen, die wir gestern hatten. (mehr …)

Indem ich bewusst ZUHÖRE, erweitere ich meinen Horizont!

Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.

Ergreifen Sie die nächste Gelegenheit, ein interessantes Thema mit Kollegen, Freunden oder Ihrem Partner nicht nur inhaltlich zu diskutieren. Über den Austausch unterschiedlicher Sichtweisen und deren Ursprung, ergeben sich für beide Gesprächspartner völlig neue Perspektiven.

Mein Tipp: Hören Sie zu, ohne dabei bereits über Ihre Antwort nachzudenken. Vermeiden Sie Bewertungen. Fragen Sie nach, ob Sie Ihren Gesprächspartner richtig verstanden haben. Interessieren Sie sich dafür, warum er die Dinge so und nicht anders betrachtet. Machen Sie nicht den Inhalt, sondern die damit verbundenen Emotionen zum Thema. Nicht nur die des Gegenübers, sondern auch Ihre eigenen. Die Chance für Veränderung liegt genau da, wo unangenehme Erinnerungen wach werden.