Die Alltagsphilosophen

Philosophieren bedeutet zuallererst, gegen die eigene Dummheit zu kämpfen.
André Glucksmann (franz. Philosoph)

WER?
Egal was Sie machen, wie alt Sie sind, ob Sie gerade ein- oder aussteigen – die Veranstaltungen der Alltagsphilosophen sind für alle, die neugierig sind, Fragen stellen, sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigen, Inspiration suchen oder aufgeschlossene Menschen treffen möchten.

WAS?
Kraft tanken und Ideen schmieden, in Dialog treten und Einblicke gewinnen, Sichtweisen verändern und Neues ausprobieren. Wir laden Sie ein in das Café der Fragen, die Galerie der Lebens-Kunst, die Apotheke für den gesunden Geist, die Erfahrungs-Auktion, zu Kreativität und Lebensfreude.

WO und WANN?
Ab August 2015 starten die Alltagsphilosophen mit Impulsthemen in Xing und im Blog unter www.marion-bermeiser.de
Ab Herbst 2015 gibt es Impulsveranstaltungen in und um Regensburg.

WERT?
Welchen Wert hat Inspiration? Die Impulse im Netz sind kostenfrei aber nicht umsonst. Jeder Beitrag der geleistet wird ist gleich wichtig. Somit hat er Wertschätzung verdient und soll auch dementsprechend kommentiert werden. Die Preise für die Impuls-Veranstaltungen werden zusammen mit der Terminankündigung bekannt gegeben.

* * *

Das Buch mit dem Titel „Kompass neues Denken“ von Natalie Knapp lieferte die Inspiration für diese Gruppe. Knapp und viele andere kluge Köpfe, allen voran Professor Gerald Hüther, sprechen in ihren Büchern die Einladung an uns alle aus, die Freude am Denken und am gemeinsamen Gestalten wiederzuentdecken. In diesem Sinn ist Jede und Jeder herzlich eingeladen, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Die Mitglieder dieser Gruppe können dies tun, indem sie
– ihre vermeintlich richtige Sicht der Dinge in Frage stellen
– Kommunikation mit Andersdenkenden als eine gemeinschaftliche Aktivität verstehen
– offen für andere Meinungen und Sichtweisen sind
– wertfrei kreative Ideen diskutieren
– sich wertschätzend zu wichtigen Themen unserer Gesellschaft austauschen
– gemeinsam zu Alltagsthemen philosophieren.

Ich lade Sie ein, zu unseren Impulsthemen Fragen zu stellen, miteinander in Kontakt zu treten und Denkanstöße einzubringen. Hier geht´s zur Gruppe „Die Alltagsphilosophen“:

https://www.xing.com/communities/groups/die-alltagsphilosophen-feb4-1080108/about

Achtsamkeit ist eine Haltung, kein Tool!

„Die grundlegende Aufgabe von Führungskräften besteht darin, in den Menschen, die sie führen, positive Gefühle zu wecken. Das geschieht, wenn Führungskräfte Resonanz erzeugen – ein Reservoir an positiven Gefühlen, das das Beste in den Menschen hervorbringt“
(Daniel Goleman)

 

Achtsamkeit ist ein essentieller Baustein, um positive Gefühle zu generieren. Über eine achtsame Haltung uns selbst UND den Menschen gegenüber, mit denen wir leben und/oder arbeiten, nehmen wir auf einer tieferen Ebene wahr. Diese Präsenz ermöglicht es, uns voll und ganz auf den Anderen einzulassen, ihm Aufmerksamkeit zu schenken, in seine Erfahrungswelt einzutauchen und ihm Raum zu geben. Mit ihm in Verbindung zu treten heißt, sowohl an seinen Sorgen als auch an seiner Freude Anteil zu nehmen. Wertschätzung entgegen zu bringen, andere Meinungen und Sichtweisen anzuerkennen und deren Ursprung zu ergründen, ermöglicht Begegnung auf Augenhöhe. Und wenn es an der Zeit ist, die eigene Position deutlich zu vertreten, Leistung einzufordern oder Konflikte einzugehen, kann dies geschehen, ohne eigene oder fremde Grenzen zu überschreiten. Achtsamkeit ermöglicht es, auch bei großen Herausforderungen ruhig und gelassen zu bleiben, da wir uns unseres Denkens, Handelns und Fühlens bewusst sind. Häufig wird das Entwickeln von Achtsamkeit als eine Möglichkeit zur Stressbewältigung empfohlen. Dem dient sie zweifelsohne, doch wird ihr dieser eingeschränkte Ansatz alleine nicht gerecht. Achtsamkeit ist kein Tool, es ist eine Haltung, von der wir alle profitieren können.

 

Die gute Nachricht: Wir tragen sie schon in uns. Lassen Sie Ihre Achtsamkeit erblühen. Meine Tipps helfen dabei:

Tipps:

Es gibt viele Möglichkeiten, achtsames Sein zu erfahren. Machen Sie Bekanntschaft mit Ihrer Achtsamkeit. Am besten bei scheinbar einfachen Gelegenheiten. Starten Sie damit, das TUN einzustellen und zu beobachten, was um Sie herum geschieht. Was es zu entdecken gibt, mit allen Sinnen. Wenn Sie eine größere Herausforderung wünschen, dann beobachten Sie Situationen, die immer wieder gleich ablaufen. Situationen, bei denen Sie z. B. innerlich die Augen rollen. Stoppen Sie den Automatismus dieser Momente, halten Sie inne mit dem Tun oder Reden und beobachten Sie zunächst sich selbst. Welche Mechanismen greifen immer wieder? Was geht in Ihnen vor? Was geschieht um Sie herum? Welche Emotionen werden wach? Welche Körperregionen sind beteiligt? Wenn Sie sich über Ihre Mechanismen im Klaren sind, widmen Sie die gleiche Aufmerksamkeit Ihrem Umfeld. Achtsamkeit ist eine Geisteshaltung. Mehr dazu lesen:

https://www.marion-bermeiser.de/das-richtige-zur-rechten-zeit/

 

Weiterführende Informationen:

Buchtipp: JAN CHOZEN BAYS, Achtsam durch den Tag, 53 federleichte Übungen zur Schulung der Achtsamkeit

oder

Übungen zur Achtsamkeit:

https://www.fachausbildung-stressbewaeltigung-achtsamkeit.de/achtsamkeitsuebungen-im-alltag/

Dialog statt Diskussion

In seinem Magazin Sprachnachrichten nimmt der Verein Deutsche Sprache e.V. die „Entmännlichung des Deutschen“ unter die Lupe. Vertreter von Pro und Contra der Gendersprache setzen sich mit stichhaltigen Argumenten für die aus ihrer Sicht RICHTIGE Schreibweise ein, wenn beide Geschlechter von einem Sachverhalt betroffen sind.

https://www.vds-ev.de/images/stories/startseite/sprachnachrichten/sn2014-03.pdf

Als Mitglied unserer Gesellschaft bin ich der Meinung, dass beide Seiten aus ihrer Sicht recht haben. Als Frau und Coach bin ich jedoch der festen Überzeugung, dass uns eine formale Diskussion nicht weiterbringt. Vielmehr geht es um die Veränderung der Rollenmuster von Mann um Frau. Die Zuordnung – öffentliches Leben ist die Domäne der Männer, die Familie die Sphäre der Frau – prägte bis weit ins 20. Jahrhundert die Geschlechterordnung unserer Gesellschaft. Darüber definiert sich allgemeingültig, was es heißt, Frau oder Mann zu sein und wie die Geschlechter sich im Idealfall in der Gesellschaft zu verhalten haben.

 

Frauen sind heute zwar gut ausgebildet und beruflich erfolgreich, doch bedarf es hierzu überwiegend des Einsatzes männlicher Attribute wie Zielorientierung, Machtanspruch und Durchsetzungskraft. Weibliche Qualitäten werden bislang allenfalls in sozialen und helfenden Berufen als notwendig eingestuft, jedoch drückt sich in der Bezahlung der dort Tätigen – Frauen und Männer – die mangelnde gesellschaftliche Wertschätzung dafür aus. Wenn wir es schaffen, eine zukunftsweisende Veränderung zu generieren, dann wird die Formulierung der Anrede nebensächlich.

Chef der größten deutschen Strategieberatung fordert mehr weibliche Topmanager

„Männlich“ und „Weiblich“ stehen für zwei sich ergänzende Prinzipien. Dies sind die zwei Seiten einer Medaille in jedem Menschen – unabhängig vom Geschlecht. Aus der Harmonie beider Prinzipien entstehen Entscheidungen, die sowohl materiellen Überlegungen als auch sozialen und ökologischen Aspekten gleichermaßen gerecht werden. Ein Muss für die Führungskräfte von morgen.

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