Das Leben jedes Menschen wird von den Rollen bestimmt, über die er mit seiner Umwelt in Kontakt tritt. Die meisten davon sind stark durch gesellschaftliche und kulturelle Normen beeinflusst und daher relativ starr. Vor allem die Rolle als Mann oder Frau blieb in den letzten Jahrzehnten weitgehend unverändert.

Unsere Geschlechterrollen sind durch das männlichen Prinzip dominiert. Diese Tatsache beschert uns eine nachhaltige Betonung von Ratio, Aktivität, Zielerreichung, Erfolg und materiellem Wohlstand. Die Überbetonung des einen, brachte die Unterbetonung der intuitiven, emotionalen und verbindenden Seite mit sich.

Daran änderte auch die Emanzipation wenig. Das lateinische emancipatio bedeutet „Entlassung des Sohnes aus der väterlichen Gewalt“ und umfasst somit die Selbstbestimmung in Bezug auf männliche Attribute. Als sich Frauen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts das Recht zu wählen, zu arbeiten, zu studieren u.v.m. erkämpften, aktivierten sie in ihrem Leben lediglich einen größeren Anteil der ihnen eigenen männlichen Qualitäten. Eine Aufwertung des weiblichen Prinzips war damit nicht verbunden, die Geschlechterrollen blieben davon weitgehend unberührt.

 

In der Veränderung der Geschlechterrollen liegt großes Potenzial für ein kreatives Update unserer Gesellschaft.

 

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